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Grevenbroich: Jürgen Schmidt schreibt neuen Krimi über Fußball-Mafia

Krimiautor aus Grevenbroich : Neukirchener schreibt Thriller über die Fußball-Mafia

„Lidakis spielt falsch“ lautet der Titel des dritten Buchs aus seiner Feder, in dessen Mittelpunkt mafiöse Machenschaften stehen.

Einst in Geldern geboren und seit vielen Jahren in Neukirchen beheimatet, trägt Jürgen Schmidt die Raute im Herzen. Für alle Nicht-Fußballkenner: Der Mann ist Fan von Borussia Mönchengladbach. Aber nicht nur die Elf vom Niederrhein begeistert ihn, „ich mag Fußball“. Folgerichtig spielt sein aktueller Krimi im Profifußbballmillieu.

„Lidakis spielt falsch“ lautet der Titel des dritten Buchs aus seiner Feder, in dessen Mittelpunkt mafiöse Machenschaften stehen. Ein Spieler, ursprünglich Zweitligist, „wagt den Schritt in die erste Liga“, erzählt der Autor. „Blue Stars Bonn“ lautet der Name des Clubs, ein „Retortenverein und frei erfunden, aber nach dem Vorbild von Vereinen wie es sie ja tatsächlich gibt“. Spoyros Lidakis, als Zweitligist für seine Torgefährlichkeit gefeiert, hat aber plötzlich sämtliche Eigenschaften als Knipser verloren, „er trifft partout das Tor nicht mehr – und alle fragen sich: warum?“. Hier kommt Detektiv Mücke ins Spiel, die Hauptfigur, die Jürgen Schmidt auch in den beiden vorangegangenen Fällen bereits eingeführt hat. Denn der muss den rätselhaften Tod eines Enthüllungsjournalisten aufklären, der „Manipulationen im Sport auf die Schliche gekommen“ ist. Als dann auch noch die Ex-Spielfrau von Lidakis tot aufgefudnen wird, nimmt das Wirrwarr seinen Lauf.

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„Knapp zwei Jahre habe ich geschrieben“, erzählt der Neukirchner, der gelernter Buchdrucker war, ehe er die Fachoberschule für Sozialpädagogik besuchte und längst als Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung tätig ist. Nach Feierabend setzt sich „der Nachtmensch“, als den er sich bezeichnet, an seinen Rechner, um „im Land der Fantasie“ seine Geschichten entstehen zu lassen. Für seinen Drittling „war ich besonders akribisch“, um die griechischen Wurzeln des Fußballers „bis ins kleinste Detail beschreiben zu können“, reiste er mehrfach nach Korfu. „Zu 40 Prozent verläuft die Handlung dort, viele Originalschauplätze sind im Buch nachgezeichnet.“ Die eigentliche kriminelle Handlung aber spielt in Deutschland, oft übrigens in Bad Münstereifel und der Showdown ist in Mönchengladbach.

„Lidakis spielt falsch“ ist also eine spannende Story mit verwickelten Handlungsfäden und überraschenden Momenten. „Aber nicht nur, ich erzähle auch eine Liebesgeschichte“, und wäre dieses Genre nicht so schwer verkäuflich, würde sich der Hobby-Schreiber noch wesentlich intensiver darauf fokussieren. Aber blutgefrierende Herzschlag-Geschichten fließen dem 61-Jährigen einfach leicht aus der Feder – „also bleibe ich dabei“.

Offizieller Erstverkaufstag seines neuen Buchs ist in der kommenden Woche – und dann soll es auch auf Lesereise gehen. „Für Grevenbroich ist ein Termin fest“, beschreibt er eine Verabredung als sogenannte Wohnzimmerlesung am 26. April bei Claudia Middeldorf. „Und hoffentlich folgen weitere Termine“, sagt er und freut sich auf Heimspiele.

(von)