1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Initiative fordert Mevissen-Anschluss an K 10 oder L 361

Verkehrslösung für Wevelinghoven gesucht : Initiative fordert Mevissen-Anschluss

Die IG Bauvorhaben Mevissen befürchtet eine Verschärfung der Verkehrsprobleme in Wevelinghoven, wenn der Verkehr aus dem Baugebiet durch den Ort fährt. Sie fordert die zusätzliche Anbindung an die K 10 oder L 361.

Im Planungsausschuss wurde das Thema der Mevissen-Anbindung an die K 10 erst einmal vertagt. Die Fraktionen werden die vorliegenden Gutachten durchforsten und bis Freitag ihre Fragen formulieren. Ein großer Teil der Politiker war für eine Anbindung des Baugebiets an die Kreisstraße. Die Verwaltung verweist dagegen auf Verkehrsgutachten, laut denen das vorhandene Straßennetz ausreichend sei.

Ganz anders sehen das viele Wevelinghovener. „Unsere Forderung ist eine Anbindung des Baugebiets An Mevissen entweder an die Kreisstraße 10 oder an die L 361“, erklärt Volker Hein, Sprecher der Interessengemeinschaft Bauvorhaben Mevissen, zu der nach seinen Angaben 150 bis 200 Menschen gehören.

„Unserer Ansicht nach kann kein Baugebiet entstehen, wenn der Verkehr von dort über den Hauptstraßenzug in Wevelinghoven fahren soll. Da braucht schon jetzt nur ein Müllwagen oder ein Fahrzeug eines Paketdienstes zu halten, und es geht gar nichts mehr“, schildert Volker Hein die bereits bestehende Verkehrsbelastung im Ort. „Wie soll das aussehen, wenn hier noch 1000 Menschen hinzu kommen und die Realschule in eine Gesamtschule mit mehr Schülern umgewandelt werden soll. Wo sollen all die zusätzlichen Autos fahren?“, fragt er.

  • Unter anderem wurde eine Anbindung ins
    Großes Baugebiet in Wevelinghoven : Mevissen soll keine K 10-Anbindung erhalten
  • Noch keine Entscheidung gibt es darüber,
    Verkehr in Grevenbroich : Politiker durchforsten das K 10-Gutachten
  • Sollten in Neubaugebieten Reserveflächen für den
    Pläne für Häuser in Wevelinghoven : Diskussion um „Reserve-Fläche“ in Baugebiet

Überhaupt müsse für ein so großes Neubaugebiet die gesamte Infrastruktur in den Blick genommen werden, etwa fürs Einkaufen. „Der Parkplatz auf dem Marktplatz ist schon jetzt oft überlastet.“

„Nötig sei ein „schlüssiges Verkehrskonzept für Wevelinghoven und die ganze Stadt“, erklärt er. Im Umfeld von Wevelinghoven würden bald mehrere Logistikzentren gebaut, das bedeute zusätzlichen Lkw-Verkehr. „Bevor man Neubaugebiete und Logistikzentren errichtet, muss dafür gesorgt werden, dass die Infrastruktur stimmt. Sonst kann das nicht funktionieren.“

Die Interessengemeinschaft will nun „die nächsten Schritte der Politik abwarten. Und wir warten auf die Bürgerversammlung, die uns der Bürgermeister versprochen hat“, sagt Hein. 

Klaus Krützen hatte angekündigt, dass die Stadt Mitte November in einer Versammlung über das Vorgehen beim Baugebiet, in dem rund 300 Wohneinheiten geplant sind, informieren will.