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Grevenbroich: In Langwaden wird ein mobiler „Blitzer“ aufgestellt.

Straßenverkehr in Grevenbroich : In Langwaden wird ein mobiler „Blitzer“ aufgestellt

Seit langem macht sich die Kirmesgesellschaft im Dorf für mehr Sicherheit in der viel befahrenen Ortsdurchfahrt stark.

Der 86-Jährige, der am Mittwoch auf der Landstraße 142 bei Langwaden von einem aus Richtung Jägerhof kommenden Auto erfasst wurde, befindet sich laut Polizei außer Lebensgefahr. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Senior von einem Feldweg kommend auf die Fahrbahn getreten, ohne auf den Verkehr zu achten. An der Stelle müssen Spaziergänger die Straße queren, da nur auf einer Seite der L 142 ein Fußweg existiert. Für den Straßenverkehr gilt dort Tempo 50.

Unabhängig von diesem schweren Unfall und dessen Ursache: Fußgänger queren nicht nur dort die viel befahrene L 142, sondern auch in der Langwadener Ortsdurchfahrt – beispielsweise auf dem Weg vom Kloster. „Zu Fuß kommt man kaum über die Straße“, erklärt Heiner Hofmann, Präsident der Kirmesgesellschaft „Einigkeit“ Langwaden, die sich seit langem für Verbesserungen in der Ortsdurchfahrt einsetzt. „Im Rahmen der Straßenerneuerung sind in Höhe der Dorf- und der Sankt-Bernhard-Straße zwei Mittelinseln angelegt worden, die es leichter machen, die Straße zu queren“, sagt Hoffmann. Doch „für die Sicherheit der Fußgänger muss mehr geschehen“. Zwar hat die Erneuerung der maroden Straße, auf der zahlreiche Lastwagen unterwegs sind, den Lärm reduziert, doch Langwadener beobachten seitdem, dass viele Autos auf der neuen Fahrbahn schneller fahren als früher. Vor beiden Ortseingängen ließ die Stadt Geschwindigkeitsmessanzeigen installieren, die auch die Zahl der Fahrzeuge und deren Tempo dokumentieren. Hoffmann erhofft sich dadurch Erkenntnisse über die gefahrene Geschwindigkeit. Zudem sei mit der Stadt vereinbart worden, dass im Frühjahr an der L 142 ein mobiler „Blitzer“ aufgestellt werden soll. Dadurch sollen Autofahrer angehalten werden, nicht zu schnell zu fahren.

Gespräche über weitergehende Lösungen gab es bereits mehrere mit der Stadt. Tempo 30 lasse sich, so hat Hoffmann erfahren, in der Ortsdurchfahrt nicht realisieren. Straßen.NRW lehne dies ab, da sich die Straße nicht innerhalb der geschlossenen Ortschaft befinde. Eine Überlegung: das Kloster nördlich der L 142 in die geschlossene Ortschaft einzubeziehen – „einzugemeinden“, wie Hoffmann sagt –, um das Tempolimit senken zu können. Doch „dafür müsste es an der Straße mehr Bebauung geben“. Auch eine Ampel lasse sich, wie die Langwadener erfahren haben, nicht realisieren.

(cso-)