Schützen-, Volks- und Heimatfest in Frimmersdorf In bester Laune begeht der Bürgerverein Frimmersdorf sein Schützenfest

Frimmersdorf · Erstmals seit Jahren gibt es wieder eine Großfackel, junge Schützen halten die Schützentradition aufrecht, und der Kirmesplatz ist gut mit Buden bestückt. Bis Dienstag feiert der Bürgerverein Frimmersdorf sein Schützen-, Volks- und Heimatfest.

 Das Königspaar Heinz Josef und Michaela Klein steht im Mittelpunkt des Fests in Frimmersdorf.

Das Königspaar Heinz Josef und Michaela Klein steht im Mittelpunkt des Fests in Frimmersdorf.

Foto: Georg Salzburg (salz)

In Frimmersdorf wird gutgelaunt das 110. Schützen-, Volks- und Heimatfest gefeiert. Und für diese gute Laune gibt es gleich mehrere Gründe. Einer davon: Erstmals nach vielen Jahren konnte wieder eine Großfackel präsentiert. Zudem verstärken junge Schützen das Regiment. Und der Festplatz ist wie immer gut mit Buden bestückt. Zwei Fahrgeschäfte, ein Autoscooter und ein Kinderkarussell sind alles andere als selbstverständlich. Weniger schön: Am Samstagabend setzte recht starker Regen ein. Die Holzbänke auf dem Kirmesplatz konnten nicht mehr genutzt werden.

Am Samstag im Zelt hatte Präsident Werner Alderath dem Kronprinzen Markus Servos die Kronprinzenkette angelegt. Er tritt gemeinsam mit Ehefrau Edith auf. Die bange Frage, ob es denn einen neuen Schützenkönig gibt, stellt sich hier nicht. In Frimmersdorf hat man schon jetzt Königsbewerber bis 2027. Das ist sehr beruhigend. Schön auch, dass diejenigen Regenten, die 2020 und 2022 im Mittelpunkt stehen sollten, keinen Rückzieher gemacht haben, weil die Schützenfeste wegen der Pandemie hatten ausfallen müssen.

Die erste Großfackel seit Jahren war zugübergreifend gebaut worden, und wenn dabei eine Person hervorzuheben wäre, wäre dies Dieter de Jong als eine Art Projektleiter. Thematisiert wird, dass der König Bauer ist. Deshalb steht ein Traktor im Mittelpunkt, aus dem Schornstein steigt Rauch in Form von Kunstnebel auf.

Das Königspaar Heinz Josef Klein und seine Michaela kommen beim Schützenvolk sehr gut an. Die Entscheidung, sich als Adjutanten Heinz-Werner Jansen und Thomas Backhausen auszusuchen, war goldrichtig. Sie haben fleißig Kontakte geknüpft, auch zu anderen Königspaaren. Sehr erfreulich: Die Jägerzüge Erfttal und Waidmannsheil, 1928 gegründet, werden von jungen Männern übernommen: Sie sind zwischen 15 und 17 Jahre alt und tragen mit dazu bei, dass die Schützentradition Zukunft hat. Anders ausgedrückt: Die Jugendarbeit funktioniert. Insgesamt marschieren rund 300 Schützen mit. Sie und die Großfackel sollten am Samstag nur wenige Regentropfen abbekommen.

Am Sonntag wurde Karl-Heinz Schnorrenberg für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Bernhard Knabben ist seit 65 Jahren dabei. Die Artillerie wurde vor 70 Jahren gegründet, seit ebenfalls 70 Jahren gibt es den Jägerzug Edelweiß. In Frimmersdorf wird noch traditionell von samstags bis dienstags gefeiert, daran soll sich so schnell auch nichts ändern, erklärte der erste Geschäftsführer Werner Alderath junior. Am Montag findet erstmals wieder ein kleiner Klompenzug statt. Der König wird von den Schützen mit Klompen von der Residenz abgeholt. Dienstag Vormittag wird wieder das Kindergartenregiment erwartet Mit dem Krönungsball ab 20.30 Uhr endet das Fest.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort