Grevenbroich: Ideen zum Muttertag - Brot backen mit Rezept

Ideen zum Muttertag aus Grevenbroich : Tägliche Knusperstulle aus dem eigenen Ofen

Andere versuchen sich zu Muttertag an Bastelarbeiten und Kuchen. Grevenbroicherinnen setzen auf Brot – frisch und selbst gebacken.

In letzter Sekunde ein Sträußchen in Nachbars Garten pflücken oder schon rechtzeitig einen fertigen Karton Süßkram kaufen? An Muttertag ist Selbstgemachtes doch die schönste Gabe. Über Geschmack lässt sich streiten, über den Aspekt gesunder Ernährung kaum. Und als Alternative zu Plätzchen & Co. steht das selbstgebackene Brot ganz oben.

Marion Kröger liebt Selbstgebackenes. Dazu gehört selbstverständlich das tägliche Brot. Foto: Dieter Staniek

„Frische ist Trumpf“, lautet bei Marion Kröger das oberste Gebot. „Seit bestimmt 20 Jahren bin ich als Bäckerin in meiner Küche aktiv“, beschreibt die 49-Jährige ihre „große Leidenschaft“, die alle Geschmacksrichtungen und Darreichungsformen umfasst. Süße Brötchen oder den traditionellen Osterkranz – das tägliche Brot bereitet sie selbst zu. „Allergien oder Unverträglichkeiten sind nicht der Grund dafür. Sondern, dass es noch viel besser schmeckt als gekaufte Ware und die bessere Portionierung.“ Denn je nachdem, ob der Sohn mitisst („er ist ein großer Brotfreund“) oder Gäste im Haushalt der Barrensteinerin erwartet werden, stellt sie entsprechende Mengen selbst her.

Für Abwechslung sorgen dabei Experimente, wie sie erzählt. „Dazu nehme ich Grundrezepte, die ich verfeinere“, berichtet sie über gemahlene Kirschkerne, Walnüsse oder Leinsamen . „Das mache ich nach Gefühl und pi-mal-Daumen“, gibt es keine strikten Rezeptvorgaben. „Brot zu backen ist eine schöne Beschäftigung“, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis sind die Ergebnisse „wirklich gerne genommene MItbringsel“, sagt sie.

Geschenke gefällig? Stephanie Lorenz kreiert vom Baguette bis  zum Erste-Liga-Brot gerne selbst. Foto: Dieter Staniek

Ebenso wie bei Stephanie Lorenz: Als PTA ist sie in einer Apotheke beschäftgt. Und als sie sich zur Ernährungsberaterin fortbilden ließ, verfasste sie eine Facharbeit über Bäckereien. „Seitdem backe ich mein Brot selbst“, sagt sie in Erinnerung an Recherche-Ergebnisse der Facharbeit und an das, „was Verbrauchern so alles zu angeblich gesunden Inhaltsstoffen vorgegaukelt wird“. „Seit vier Jahren habe ich keinen Laib Brot mehr eingekauft.“ Feuer und Flamme seien auch Familie und Freunde für ihre Produkte. Vom Giabatta über Fladenbrot bis Baguette reicht ihre Liste immer wieder wechselnder Knusperstullen, „ich nutze die Vielfalt der Lebensmittel“, beschreibt sie hinsichtlich eigener Rezepturen wie etwa ihrem Erste-Liga-Brot. Sie nutzt ausschließlich vollwertiges Mehl, aber nicht unbedingt Vollkornmehl, und bevorzugt Brote, die kräftig im Geschmack sind. „Brot backen ist einfach, macht Spaß und der Duft im Haus ist herrlich“, schwärmt die 37-Jährige.

Ist „Fan von Essen ohne Konservierungsstoffe“: Doro Sürder versorgt ihre Familie mit Frischekick. Foto: Dieter Staniek

Ein Erlebnis, das Doro Sürder neuerdings teilt. „Ich bin ein Fan von Dingen ohne Konservierungsstoffe“, berichtet die Mutter, Ehefrau und leidenschaftliche Köchin über ihr Faible für Frisches. Nachdem Produkte aus Tüte oder Büchse „längst tabu“ sind, bereitet die Hemmerdennerin jetzt auch Brot selbst zu. „Volles Korn als Grundlage und dann mischen, was geht“, nutzt sie mutig auch ungewöhnliche Zutaten je nach saisonalem Angebot aus der Region. „Gott sei Dank sind meine Kinder offen für alles, einzige Einschränkung ist Paprika“, sagt sie. Die ofenfrischen Backwaren schmecken nicht nur gut, ich kann die Kinder auch gut beim Zubereitung mit einbeziehen. Ich finde es wichtig, dass die Kinder wissen, woher Lebensmittel kommen, was in ihnen steckt und dass man nicht alles im Supermarkt kaufen muss.“

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