Kooperation mit der Stadt wird verlängert Caritas bietet Hilfe für Wohnungslose mitten in der Grevenbroicher City

Grevenbroich · Die Stadt verlängert ihre Kooperation mit der Fachberatungs- und Kontaktstelle der Caritas – auch weil es steigende Fallzahlen gibt. Alleine im vergangenen Jahr nahmen rund 400 Menschen die Dienste in Anspruch.

 Vertreter der Stadt Grevenbroich überzeugten sich jetzt vom Leistungsangebot der Fachberatungs- und Kontaktstelle „FaKt“.

Vertreter der Stadt Grevenbroich überzeugten sich jetzt vom Leistungsangebot der Fachberatungs- und Kontaktstelle „FaKt“.

Foto: Caritas/Axel Küppers

Zur Fortführung der Kooperation haben sich die Spitzen des Grevenbroicher Sozialdezernats und der Caritas im Rhein-Kreis Neuss jetzt in der Wohnungslosenhilfe „FaKt“ getroffen. Die Caritas betreibt im Dachgeschoss des Bernardushauses im Pfarrzentrum der Kirchengemeinde St. Peter und Paul eine Fachberatungs- und Kontaktstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Grevenbroich, Michael Heesch, und Caritas-Vorstandsvorsitzender Marc Inderfurth sind sich einig, dass die Stelle am Ostwall 16 eine hohe Bedeutung im sozialen Gefüge der Schlossstadt hat. „Wir verzeichnen steigende Nachfragen, im Vorjahr gab es rund 400 Klienten, die unsere Beratung in Anspruch genommen haben“, sagt Dirk Jünger, Abteilungsleiter für Soziale Dienste bei der Caritas.

Die Beratung hilft Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und vor Verelendung geschützt werden müssen, vor allem Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Häufige hinzukommende Problematiken bestehen in Schriftverkehr oder Konflikten mit Ämtern, sozialer Isoliertheit, Schulden, psychischen oder Suchtproblemen.

Michael Heesch und der Grevenbroicher Sozialamtsleiter Dirk Reiff zeigten sich beeindruckt, in welcher Qualität die Caritas die Fachberatungs- und Kontaktstelle eingerichtet hat – mit Räumen für Beratung, Schulung, Verwaltung, Schutz und Kontakt sowie diversen niedrigschwelligen Angeboten. Hierzu gehören etwa die Ausgabe von Schlafsäcken, Isomatten, das Anbieten von Waschmaschinen wie Waschgelegenheiten und das Hinführen zu weiterer medizinischer und psychosozialer Versorgung.

Das Sozialdezernat verschaffte sich auch einen Einblick in das methodische Konzept, mit dem die Mitarbeitenden der Caritas-Fachberaterung die schwierige Klientel niederschwellig und mit einem geschärften Profil behandeln. Binnen dreieinhalb Jahren ist die Stelle mitten in der Grevenbroicher City nach dem Umzug von der alten Molkerei in neue Räume im Bernardushaus zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution in der Schlossstadt geworden.

Dirk Jünger machte den beiden Stadtvertretern dabei deutlich, dass die kurz „FaKt“ genannte Fachberatungs- und Kontaktstelle zwar in alle Richtungen hin offen ist, aber sich in extrem schwierigen Fällen – beispielsweise bei exzessivem Drogenkonsum oder Gewaltandrohung – abgrenzen und gegebenenfalls in spezialisierte Einrichtungen vermitteln muss.

(NGZ)
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