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Grevenbroich: HIldegard Florack zieht sich aus dem Stadtrat zurück

Nach 25 Jahren im Grevenbroicher Stadtrat : Hilde Florack geht in Ruhestand

Die Grande Dame der UWG-Fraktion verlässt den Rat. Hildegard Florack, die am Samstag ihren 78. Geburtstag feiert, wird sich am 1. März nach 25-jähriger kommunalpolitischer Arbeit in den Ruhestand verabschieden. Wer für die Gustorferin nachrücken wird, steht noch nicht fest.

Die UWG rekrutierte sich vor gut einem Vierteljahrhundert aus einer Bürgerninitiative gegen eine in Neurath geplante Müllverbrennungsanlage. Hildegard Florack zählte seinerzeit zu den Gründungsmitgliedern der Wählergemeinschaft und bestimmte deren Weg maßgeblich und entscheidend mit. Lange Jahre führte sie als Fraktionsvorsitzende die Regie, die Ziele immer fest im Blick, was ihr den Ruf einer „eisernen Lady“ einbrachte – übrigens auch intern.

Wichtig waren und sind ihr die Anliegen der Bürger. Ob es sich um einen klappernden Kanaldeckel oder einen verschmutzten Verkehrsspiegel handelte, Hildegard Florack war immer ansprechbar und um eine unkomplizierte Lösung bemüht. Nicht nur die kleinen Probleme vor Ort waren ich wichtig. Sie stand auch im regen Austausch mit den Führungsspitzen der großen Konzerne in Grevenbroich. Die Probleme des Kohleausstiegs hat Hildegard Florack sehr früh erkannt und stets sowohl ihre eigene Fraktion als auch die politischen Mitstreiter darauf hingewiesen. „Grevenbroich darf hier aus wirtschaftlicher Sicht nicht zurückfallen“, so ihr Credo.

Für solche wichtigen Gespräche nutzte sie meist ihren heimischen Wintergarten. Dort wurde auch so manches Mitglied der Wählergemeinschaft geworben oder auch zum klärenden Gespräch gebeten – hart, aber fair. Ein besonderes Anliegen war es Hildegard Florack zudem, sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern. So setzte sie sich etwa für das „Baby-Begrüßungspaket“ ein, das jungen Eltern in Grevenbroich überreicht wird.

Aus gesundheitlichen Gründen musste die Gustorferin in den vergangenen Monaten etwas kürzer treten. Ganz der politischen Arbeit zu entsagen, fällt ihr trotzdem nicht leicht. Und so hat die Politikerin mit Herzblut angekündigt, die UWG bei Bedarf weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

(NGZ)