Großer Andrang in der GoT Herbstferien-Spaß im Grevenbroicher Südstadt-Jugendtreff

Südstadt · Viele Familien fahren wegen Corona nicht in Urlaub. Das sorgt für einen größeren Andrang in der GoT. Für die Kinder wurde ein buntes Programm mit Spiel- und Sportangeboten ausgetüftelt. Auch Ausflüge werden unternommen.

 Katharina Drews betreut die Nähgruppe in der GoT. Dort werden von den Kindern Fahrradtaschen und Dinkelsäckchen hergestellt.

Katharina Drews betreut die Nähgruppe in der GoT. Dort werden von den Kindern Fahrradtaschen und Dinkelsäckchen hergestellt.

Foto: Dieter Staniek

Ganz entspannt wirkten die 65 Kinder, die in dieser Woche am Herbstferien-Programm im Jugendtreff St. Josef (GoT) teilnehmen. Dort wird in Gruppen gekickt, getanzt, genäht und gerätselt. Alles ist gut organisiert. Am Eingang müssen Hände desinfiziert und Besucherdaten festgehalten werden. Damit nicht alle gleichzeitig kommen, hatte Christoph Bongers als Leiter der Einrichtung das etappenweise Eintreffen der Kinder auf eine Stunde aufgeteilt. Um 10 Uhr geht es dann in die Gruppen, in denen Mitarbeiter und ehrenamtliche Betreuer Fußball, Hip-Hop, Nähen und verschiedene Spiele anbieten.

„65 Kinder – das ist für die Herbstferien viel“, erzählt Bongers beim Gang durch die Räume. „Dabei spielt sicher die Tatsache eine Rolle, dass weniger Familien in den Urlaub gefahren sind.“ Im großen, gelüfteten Saal herrscht reges Treiben. Dort bieten Havva (20) und Paola (16) sowohl Tanz als auch Workouts an – zehn Mädchen machen eifrig mit. „Wir haben zehn Betreuer, die sich immer um die gleichen Kinder kümmern“, erklärt Bongers. So vermeide man eine Durchmischung.

Wie schon im Sommer müssen Eltern draußen bleiben, auch die Abschlussfeiern fallen aus. Doch damit haben sich alle arrangiert. „Die meisten sind froh, dass es das Ferienangebot gibt“, meint Christoph Bongers. Im „Escape-Room“ ermittelt ein Team um Sozialpädagogin Gina Daufenbach (25) und Betreuerin Mia (15) spielerisch den Kriminalfall „Mord in der Disco“. Ergebnisse werden am Flip-Board aufgelistet, alle Kinder sind konzentriert. „Hier ist es ruhiger als in der Schule“, findet Alessandro.

Still ist es auch beim Nähen von Fahrradtaschen und Dinkelsäckchen, das von Katharina Drews betreut wird. Auf dem Flur wärmt sich Tuana (13) fürs Fußballspiel auf. Die Jüchenerin ist extra für das Ferienprogramm zu Verwandten in die Südstadt gezogen. In der GoT gefällt es ihr richtig gut. „Beim nächsten Mal möchte ich im Team mitarbeiten“, sagt die Jüchenerin zu Christoph Bongers, der sich über das Interesse freut: „Der Nachwuchs ist unsere Investition in die Zukunft“.

Ein anderes gutes Bespiel ist Ramazan (14). Der Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule sollte für das Schul-Projekt „Soziale Verantwortung“ in der GoT mitarbeiten. Das fiel wegen Corona aus. Ramazan hat sich trotzdem gemeldet. Immerhin stehen neben den Angeboten im Jugendtreff noch Besuche in der Soccerhalle, im Kino und in einem Angelpark auf dem Programm.

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