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Grevenbroich: "Hello again!" in der Versandhalle

Ausstellung auf der Stadtparkinsel in Grevenbroich : „Hello again!“ in der Versandhalle

Nach langer Zeit wurde am Sonntag wieder eine Ausstellung auf der Stadtparkinsel eröffnet: Ursel Fischermann und Christa Mülhens-Seidl präsentieren ihre Arbeiten. Welche Kunstausstellungen bis zum Ende des Jahres geplant sind.

Endlich ist mal wieder in der Versandhalle auf der Stadtparkinsel eine Ausstellung zu sehen. Die Künstlerinnen Ursel Fischermann und Christa Mülhens-Seidl nannten sie „Hello again!“ – passend zur ersten Präsentation nach dem langen Lockdown.

Kennengelernt hatten sich die beiden Frauen während ihrer Ausbildung an der Malakademie Köln. Ursel Fischermann aus Bedburg hat früher gegenständlich gemalt, sich gesellschaftlich relevanter Themen angenommen. Zurzeit gefällt es der 79-Jährigen, völlig abstrakt zu malen. Grafische Formen überwiegend, das Kantige, Harte wird aber immer wieder mehr oder weniger abgefedert von malerischen, wenn auch monochromen Hintergründen. So entsteht ein Spannungsverhältnis.

Die Künstlerin, die früher als Lehrerin auch Kunst unterrichtet hatte, arbeitet in kleinen Serien. Da sind etwa die Bilder unter der Überschrift „Ludes“. Das bedeutet so viel wie Spiele. Und das Spielerische ist ihr wichtig in einer Zeit relativer Hoffnung nach düsteren Lockdown-Perioden. Sie begnügt sich nicht mit einfachen geometrischen Formen, ihre Formensprache erinnert mehr an den Plan einer komplizierten Maschine. Die starken Farben verleihen den Bildern etwas Heiteres. „Ich möchte Farben und Formen sprechen lassen“, sagt Fischermann.

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Christa Mülhens-Seidl hatte vor fünf Jahren eine große Einzelausstellung am gleichen Ort. Anlass war damals ihr 70. Geburtstag. Die Gustorferin zeigt eine enorme Bandbreite künstlerischen Schaffens: Ihre Seerosen-Impressionen sind vergleichsweise naturalistisch. Diese Bilder und ihre abstrakte Malerei haben eine Gemeinsamkeit: Den vielschichtigen Aufbau, der ihnen Tiefe verleiht.

In der Versandhalle zeigt sie jetzt aber auch Materialcollagen und völlig abstrakte Malerei. Christa Mülhens-Seidl möchte in Einzelfällen durchaus auch schockieren, um die Betrachter wachzurütteln: Ein Beispiel hierfür ist das Abfall-Objekt, eine Mahnung, die Umwelt nicht zu sehr zu belasten. Ihre Papiercollagen wirken aus einer gewissen Distanz wie Malerei. „Hello again!“ ist noch bis zum 4. Juli zu sehen, und zwar samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr. Terminvereinbarungen sind unter 02181 41484 möglich.

Bis zum Ende des Jahres hat das Kulturamt noch vier weitere Ausstellung in der Versandhalle geplant. Im Juli wird Ruth Kruschart dort ihre Malerei präsentieren. Der Grevenbroicher Künstler Gereon Riedl und seine niederländische Kollegin Ans Joosten werden im Oktober ihre Skulpturen und Objekte ausstellen. Im November gibt es eine Gemeinschaftsausstellung von Janne Gronen, Elisabeth Busch-Holitschke, Jürgen Berg und Jürgen Holitschke. Zum Abschluss wird im Dezember mit zahlreichen Exponaten an den 2019 verstorbenen Laacher Künstler Elmar Laux erinnert.