Grevenbroich: Hauskaninchen starb durch Schlag ins Genick

Tote Tiere in Grevenbroich: Hauskaninchen starb durch Schlag ins Genick

An der Hoeninger Straße in Barrenstein werden seit Monaten immer wieder tote Hauskaninchen gefunden. Und niemand weiß, wer sie dort abgelegt hat. Das Kreisveterinäramt ist am Ball und hat eines der Tiere in einem Krefelder Labor untersuchen lassen.

Wie die Pathologie des Chemischen- und Veterinär-Untersuchungsamtes Krefeld mitteilte, erfreute sich das untersuchte Kaninchen zu seinem Todeszeitpunkt bester Gesundheit. "Es litt nicht unter Krankheiten wie China-Seuche oder Myxomatose", berichtet Kreissprecher Reinhold Jung. Das Tier habe einen guten Allgemeinzustand vorweisen können und sei bestens ernährt gewesen. Warum es dann trotzdem durch einen "klassischen Genickschlag" sterben musste, sei ein Rätsel. "Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund", sagt Jung. Hinweise wie Tätowierungen, mit denen Rückschlüsse auf den Halter gezogen werden können, seien in Krefeld nicht festgestellt worden.

Seit Oktober vergangenen Jahres werden in Barrenstein immer wieder tote Kaninchen gefunden. Die Tiere liegen am Straßenrand, in eingezäunten Gärten, und eines hing sogar in einem Strauch. Pascale Pfeiffer aus Barrenstein hatte in der vergangenen Woche auf die Vorfälle aufmerksam gemacht, sie alleine wisse schon von neun Fällen.

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Wer und warum die toten Kaninchen in Barrenstein wegwirft, ist ein Rätsel. "Größere Haltungen gibt es in der Umgebung nicht", sagt Reinhold Jung. Das Kreisveterinäramt will den Fall im Auge behalten und hofft auf Hinweise, sollten erneut Hauskaninchen gefunden werden.

Eines der toten Tiere hing in einem Strauch. Foto: P. Pfeiffer
(wilp)