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Grevenbroich: Hausaufgaben mit Schoko-Grüßen vom Lehrer

Adventsserie „Danke“ : Hausaufgaben mit Schoko-Grüßen vom Lehrer aus Grevenbroich

Wer denkt, Pädagogen hätten in Pandemie-Zeiten nicht gearbeitet, hat noch nicht mit Patrick Hanslik gesprochen. Der 27-Jährige ist Lehrer für Informatik und Hauswirtschaft an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule. Dabei bleibt er bescheiden: „Ich werde ja für meine Arbeit bezahlt“, fügt er an. Und schwärmt: „Es ist eine grandiose Schule mit tollen Kollegen.“

Hanslik betreut das Schulnetzwerk und schulte zu Beginn des Lockdowns alle Kollegen im Umgang mit der Lernplattform „Moodle“, die zwar für das Fach Informatik schon länger genutzt wurde, vielen Lehrern aber noch nicht wirklich geläufig war. „Es hat alles toll geklappt, wir konnten das Kollegium von Null auf Hundert bringen bei ,Moodle’“, erzählt Hanslik. Während des Lockdowns im März konnten die Schüler so mit Aufgaben versorgt werden.

Auch jetzt wird die Lernplattform weiter fleißig genutzt, um in jedem Fach Unterrichtsreihen und Ergebnisse einzustellen, damit erkrankte Schüler anschauen können, was verpasst wurde, Lehrer im Vertretungsfall da anknüpfen können, wo der Vorgänger aufgehört hat. Hanslik ist froh, dass der Präsenzunterricht weiter stattfindet, „weil die Schüler in der Schule einfach besser lernen als zu Hause“, findet er.

Für die Lehrkräfte bedeutete die Zeit der Schulschließungen ein erhebliches Maß an Mehraufwand. „Ich musste ja viel mehr Rückmeldungen geben als im normalen Unterricht“, berichtet Hanslik. „Wenn 25 Schüler eine Hausaufgabe gemacht haben, schaue ich die ja nicht alle nach. Im Distanzunterricht schon, denn alle Schüler haben das Recht auf eine Rückmeldung.“

In seinem Hauswirtschaftskurs hat sich Hanslik zu Beginn des Lockdowns etwas Besonderes einfallen lassen: „Weil das Thema gerade dran war“, erstellte er für die Schüler ein Arbeitsheft über „Abfallentsorgung in Grevenbroich“, schrieb für jeden eine Karte mit guten Wünschen und brachte alles mit einer Schokolade zu jedem Schüler nach Hause. Die Freude war ebenso groß wie die Motivation, denn „das Thema ist tatsächlich hängen geblieben.“