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Grevenbroich: Hannelore Köhler Skulpturen

Zum Tod der Düsseldorfer Künstlerin : Vier Skulpturen erinnern in Grevenbroich an Hannelore Köhler

Auch in der Schlossstadt hat die Meisterschülerin von Otto Pankok, die 1957 zu den Mitbegründern der „Neuen Realisten“ gehörte, markante Zeichen hinterlassen.

Die Düsseldorfer Künstlerin Hannelore Köhler wurde jetzt in ihrer Wohnung in der Nähe der Kunstakademie tot aufgefunden. Auch in der Schlossstadt hat die Meisterschülerin von Otto Pankok, die 1957 zu den Mitbegründern der „Neuen Realisten“ gehörte, markante Zeichen hinterlassen: Berühmt ist ihre „Sitzende“, eine Arbeit aus Diabasgestein, im Garten hinter dem Haus Hartmann. Legendär ist die in Frimmersdorf an der Adresse „Am Stüßges End“ platzierte Arbeit „Gräfin von Huhsterjnupp“, salopp auch „Huckepack“ genannt.

„Diese Arbeit fußt auf einer Sage“, weiß Kulturamts-Chef Stefan Pelzer-Florack. Die Legende besagt, im 12. Jahrhundert hätten die Herzöge von Brabant die Burg besagter Huhsterknupps belagert. Mit einer List gelang es der klugen Gräfin, der brenzligen Situation zu entkommen. „Von mir wollt ihr doch nichts. Also lasst mich gehen“, soll sie den Belagerern gesagt haben. „Und lasst mich das Liebste, was ich habe, mitnehmen.“ Das war ihr Mann, den sie Huckepack hinaus schleppte.

„Aus den 80er Jahren, als die Stadt noch mehr Geld für Kunst investieren konnte, stammen die Ankäufe“, berichtet Stefan Pelzer-Florack. Zu den beiden Werken unter freiem Himmel gehören außerdem noch „Die Stehende“ vorm Bernardussaal sowie „Mutter und Kind“, die am Trauzimmer in der Villa Krüppel platziert ist.

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„Kügelchen“ war der Spitzname der Künstlerin, die zuletzt eine Ausstellung im Denkhaus Wevelinghoven hatte. Gegenständlich und eindeutig erkennbar sind ihre Arbeiten. „Alle vier Skulpturen sind sehr beliebt, kommen gut bei den Betrachtern an“, weiß Florack-Pelzer ud fügt hinzu: „Und wir freuen uns natürlich sehr, diese Arbeiten zu haben.“