Grevenbroich: Grüne wollen Zukunfts-Komission für Strukturwandel

Für den Strukturwandel im Revier: Kreis-Grüne fordern Zukunfts-Kommission

Eine Kommission aus regionalen Akteuren soll den Strukturwandel in den nächsten Jahren begleiten.

Die Grünen im Kreistag wollen den Strukturwandel im Revier nicht alleine der Kohle-Kommission in Berlin überlassen. Vielmehr müsse parteiübergreifend und mit regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden und Politik an der Zukunft der Region gearbeitet werden, heißt es in einem jetzt für die nächste Sitzung des Kreistages verabschiedeten Antrag. Darin schlagen die Grünen die Gründung einer Zukunfts-Kommission des Kreistages vor, die den Strukturwandel in den kommenden Jahren begleiten soll.

„Wir möchten, dass vor Ort von hiesigen Akteuren nachhaltige Perspektiven für unsere Kinder und Enkelkinder entwickelt werden, und dass auch nach dem nahenden Ende der Braunkohle-Verstromung der industrielle Standort erhalten wird“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Hans Christian Markert.

  • Das BoA-Braunkohlekraftwerk in Neurath.
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In ihrem Antrag, der bewusst politische Schärfen vermeidet, betonen die Grünen, über die vergangenen Jahrzehnte hinweg habe die industrielle Entwicklung im Rheinischen Revier das Leben im RheinKreises Neuss entscheidend mitgeprägt. Ausbildungs- und Arbeitsplätze seien dort entstanden. Neben der Energieproduktion sei die Region auch ein wichtiger Chemie- und Aluminium-Standort im Herzen Europas geworden. Gleichzeitig sei aber heute auch unbestritten, dass der Braunkohleabbau Landschaft und Natur bleibend verändert habe, bis heute Menschen ihre Heimat aufgeben müssten und die Einhaltung der Klimaschutz-Ziele ein absehbares Ende der Kohle-Verstromung erfordere.

Die Kommission, die Hans-Christian Markert schon vor der politischen Sommerpause mündlich vorgeschlagen hatte, soll aus Vertretern der Kreistagsfraktionen und von diesen vorgeschlagenen Experten bestehen. „Aus der Region heraus sollen sie Ideen und Impulse  für neue gewerbliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze liefern und gezielt europäische Fördermittel in der Region binden“.

(ngz)