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Grevenbroich: Grüne sehen Tunnel statt Schranken an der Bergheimer Straße als Alternative

Verkehr in Grevenbroich : Grüne sehen Tunnel als Alternative zum Bahnübergang

Vor einer Zustimmung des Kreises zur Erneuerung des großen Bahnübergangs an der Bergheimer Straße müssen viele Fragen geklärt werden. Das meinen die Grevenbroicher Grünen.

„Für eine so wichtige Entscheidung sind die vorliegenden Informationen sehr dürftig“, kritisiert Dieter Dorok, Ratsherr in Grevenbroich und Sachkundiger Bürger im Kreis-Nahverkehrsausschuss, der sich am Donnerstag mit dem Thema befasst. „So können wir nicht entscheiden.“ Doroks Befürchtung: Werde der Übergang erneuert, sei eine Unterführung dort für viele Jahre vom Tisch.

Die Technik des Übergangs ist mehr als 30 Jahre alt, Instandhaltungsmaterialien sind laut DB Netz nur noch begrenzt vorhanden. Seit Jahren bestehen Überlegungen für eine Beseitigung des niveaugleichen Kreuzungspunkts. Doch wegen der Kosten für eine Unterführung und einer – laut DB – Realisierungszeit von zehn bis 15 Jahren soll es beim Bahnübergang bleiben und dieser – frühestens 2026 – erneuert werden.

„Leider wurde kein Kostenvergleich vorgelegt, was die Erneuerung und was der Bau eines Tunnels kosten würden“, erklärt Dorok. Die Investitionen für die Erneuerung müssten sich vor einer neuen Lösung erst rechnen, „es darf aber nicht sei, dass die Unterführung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben wird. Wir wollen den Öffentlichen Personenverkehr fördern und positiv besetzen. Das erreichen wir nicht, wenn Autofahrer auf den ÖPNV schimpfen, weil sie lange vor geschlossenen Schranken stehen.“ Die geplante S-Bahn wird die Schrankenschließzeiten noch verlängern. Dorok sieht aber die Möglichkeit, „Fördermittel für den Strukturwandel und ÖPNV für den Bau einer Unterführung zu nutzen“.