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Grevenbroich: Große Hilfsbereitschaft für Aktion "Weihnachtsessen"

Viele Geldspenden nach NGZ-Bericht : Große Hilfsbereitschaft für die Aktion „Weihnachtsessen“ in Grevenbroich

Eine unerwartete positive Wende: Das „Weihnachtsessen“ für bedürftige Familien muss nun doch nicht abgesagt werden. Wie Organisatorin Jenny Goergens berichtet, sagten mehrere Geschäftsleute Unterstützung zu.

Das „Weihnachtsessen“ für bedürftige Familien aus Grevenbroich kann nun doch stattfinden. Nach dem NGZ-Bericht über die Absage der Aktion gab es über die Sozialen Medien eine Welle der Hilfsbereitschaft. Innerhalb kürzester Zeit sagten mehrere Geschäftsleute aus der Stadt ihre finanzielle Unterstützung zu. „Damit hätte ich nie gerechnet“, sagt Organisatorin Jenny Goergens.

Die Veranstalterin hatte mit Blick auf die Corona-Krise die Aktion abgeblasen. Goergens war davon ausgegangen, dass der Handel in Pandemie-Zeiten kaum zu Spenden bereit sei. „Da habe ich mich getäuscht“, sagt die Grevenbroicherin. Mehrere Unternehmen aus dem Stadtgebiet hätten sich bei ihr via Facebook gemeldet und ihre Unterstützung zugesagt – in Form von Geld- oder Lebensmittelspenden.

„Damit können wir nun loslegen“, sagt Jenny Goergens, die nun auch auf die Hilfe vieler anderer Grevenbroicher hofft. In den nächsten Tagen werden in der Gaststätte „Op de Eck“, im Café Breiden und beim Gustorfer Bäcker Spitz wieder Spendendosen aufgestellt. Mehr als drei Büchsen werden es diesmal aber nicht sein, da im vergangenen Jahr zwei der Behälter aus einem Geschäft gestohlen wurden. „Das möchte ich nicht mehr riskieren“, sagt Goergens.

Bis zum 1. Dezember können sich bedürftige Familien bei ihr per E-Mail (goekoevents@t-online.de) für eine Teilnahme an der Aktion melden. Danach wird ausgewertet, wer in diesem Jahr dabei sein wird. Der Einkaufs-Tag ist bereits festgelegt worden: Am 23. Dezember wird ein Grevenbroicher Supermarkt seine Tore schon eine Stunde früher öffnen, damit die Familien ungestört ihre Wagen füllen können.

Jenny Goergens hatte die Aktion vor vier Jahren ins Leben gerufen, um bedürftigen Familien ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren – „mit einem Braten, Marken-Lebensmitteln und Süßigkeiten, die sie sich sonst wegen der finanziellen Not nicht leisten können“. Hygieneartikel und Alkohol dürfen nicht eingepackt werden. Unterstützung kommt regelmäßig von den Mitarbeitern der Grevenbroicher „Existenzhilfe“, die Spielzeug für Mädchen und Jungen obendrauf legen.