Grevenbroich: GoT veranstaltet Garderobentausch

Grevenbroichs umweltbewusster Umgang mit Mode : Erster Garderobentausch für mehr Nachhaltigkeit und Ökologie

Die Idee war super, die Organisation vorbildlich, „nur die Resonanz hätte besser sein können“, wie GoT-Chef Christoph Bongers feststellte. Die erste Kleidertauschbörse, die Tessa Scholl in der Südstadt anbot, kam trotz geringer Besucherzahlen gut an und ist „als Idee ausbaufähig“.

Schließlich, darüber waren sich alle einig, zählt der gute Gedanke und der lautet: „Weniger wegschmeißen, anstelle dessen Kleidung zu tauschen“. Tessa Scholl hatte dazu aufgerufen, vor allem junge Frauen sollten ihre Kleiderschränke durchforsten und Sachen, die dort wie Blei liegen, nicht wegschmeißen, sondern gegen Second Hand-Ware anderer „Schrankausmister“ eintauschen. Der Erlös der Kleidung, die nicht den Besitzer wechselte, sondern verkauft wurde, ist für die Deutsche Stiftung für Meeresschutz bestimmt. „Da ich selber tauche, kam ich auf die Idee die Einnahmen an diese Einrichtung zu geben“, erzählt die 17-jährige.

Gegen elf Uhr kamen zehn Besucher und gaben ihre Waren ab, um anschließend gebrauchte Kleidung mit nach Hause zu nehmen. Zu ihnen gehörte Lisa-Marie Rotter (18). Die Noithausenerin steht kurz vor dem Abi und hatte über eine Freundin von der Tauschaktion gehört. Sie gab 30 Teile ab und fand vier andere für sich. Lange und kurze Hosen, Pullover, Jacken und Topps gab sie ab. „Mein Schrank war so voll und alles was ich lange nicht getragen habe, habe ich weggegeben“, erzählt die Schülerin der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Da sie mittlerweile am liebsten Schwarz trägt, trennte sie sich von geblümten Tops und T-Shirts. Neu hat sie jetzt eine schwarze Bluse. Das Faible für Schwarz habe sich schon eine ganze Zeit und möchte sie auch nicht so schnell wieder ablegen. „Vor allem“ gefiel der 18-jährigen die nachhaltige Idee und die Verwendung des Erlöses für den Meeresschutz.

Was im Anschluss nicht verkauft wurde, geht an die Kleiderkammer der Caritas – und findet somit sicher Verwendung. Tessa Scholl wurde von sechs Helfern beim Tausch und beim Verkauf von Waffeln unterstützt. Christoph Bongers schüttete Kaffee auf und ließ durchblicken, das Projekt passe gut in das Konzept der GoT. „Wir setzen uns mal zusammen. Vielleicht kann man den Kleidertausch, gemeinsam mit dem Eine-Welt-Kreis und dem Pfarrverband Vollrather Höhe auf eine andere Ebene bringen“, meinte er über zukünftige Aktionen.