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Grevenbroich: Geschichtsfreunde trauern um Friedrich Schmitz

Langjähriger Vorsitzender starb im Alter von 80 Jahren : Geschichtsfreunde trauern um Friedrich Schmitz

Der Geschichtsverein trauert um seinen langjährigen Vorsitzenden Friedrich Schmitz. Der Wevelinghovener verstarb im Alter von 80 Jahren nach einem Sturz und einem anschließenden Krankenhausaufenthalt.

Friedrich Schmitz war Jurist. 1978 übernahm der Stelle des Notars in seiner Heimatstadt Wevelinghoven. Dieses Amt übte er 32 Jahre aus, bis er in den Ruhestand trat. Bis zuletzt übernahm Schmitz regelmäßig in den Sommermonaten die Vertretung in einem auswärtigen Notariat. Neben seinem Beruf, der ihm auch stets Berufung war, galt seine ganze Leidenschaft immer schon der Heimatforschung.

Im Oktober 1977 gehörte Friedrich Schmitz nicht nur zu den 27 Gründungsmitgliedern des Geschichtsvereins für Grevenbroich und Umgebung, sondern übernahm als Geschäftsführer auch Verantwortung im Vorstand. Von 1996 bis 2018 leitete Schmitz die rührige Gemeinschaft, die ihn 2018 zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Für sein Engagement zur Wiederentdeckung des lokalen Geschichtsbewusstseins wurde der Wevelinghovener vielfach ausgezeichnet – unter anderem 1994 mit dem „Rheinlandtaler“, der höchsten Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland.

Als Vorsitzender lag Friedrich Schmitz besonders die Publikations-Reihe des Geschichtsvereins am Herzen. Mittlerweile sind 25 Bücher erschienen, mit denen ein grundlegender Beitrag zur Stadtgeschichte geleistet wurde. Anlässlich seines 80. Geburtstages gab der Geschichtsverein einen Band mit Beiträgen heraus, die Schmitz in den vergangenen 28 Jahren für den Kalender des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven verfasst hatte.

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Sein Interesse galt weniger Daten und Fakten, sondern stets den Menschen, die ihre Region geprägt, eben Heimatgeschichte geschrieben haben. Friedrich Schmitz hat sich mit seinem Wirken selbst einen Platz in der Stadthistorie erobert.