Rheinwasser-Transportleitung und Verteilbauwerk „Gallery Walk“ soll Allrather über aktuelle Pipeline-Planungen informieren

Allrath · Die Dorfgemeinschaft Allrath lädt für Donnerstag auf den Kirmesplatz. Bürger haben die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der Planungen zur Rheinwasser-Transportleitung zu informieren. Auch sollen genauere Pläne für den Bau des Verteilbauwerks vorgelegt werden.

 Diese Skizze hatte RWE Anfang Mai vorgelegt. Sie zeigt das geplante Verteilbauwerk, das bei Allrath entstehen soll.

Diese Skizze hatte RWE Anfang Mai vorgelegt. Sie zeigt das geplante Verteilbauwerk, das bei Allrath entstehen soll.

Foto: RWE

Die Dorfgemeinschaft „Allrath aktiv“ lädt für diesen Donnerstag, 31. August, zu einer Informationsveranstaltung auf den Kirmesplatz an der Bongarder Straße. Bei einem „Gallery Walk“ sollen Bürger dort die Möglichkeit haben, sich über den aktuellen Planungsstand zur Rheinwasser-Transportleitung und zum Verteilbauwerk zu informieren. Auch Vertreter von RWE sollen vor Ort sein und Fragen beantworten können. „Anders als beim letzten Mal soll es nun keine Frontal-Präsentation sein“, sagt Dorfgemeinschafts-Vorsitzende Cathrin Hassels. Vielmehr sei ein lockerer Austausch vorgesehen – deshalb gibt es auch keine Start-Uhrzeit, sondern ein Zeitfenster: von 15.30 bis 19 Uhr.

Was mit „Gallery Walk“ genau gemeint ist? „Eine moderne Form der Präsentation“, sagt Hassels: An der Grillhütte sollen mehrere von RWE erstellte Schautafeln aufgestellt werden – zur Rheinwasser-Pipeline und zum Verteilbauwerk. Bürger sollen sich über das Thema informieren können, das sie jeweils am meisten interessiert.

Der Ort, an dem das Verteilbauwerk entstehen soll: an den Gleisen der Kohlebahn, circa 500 Meter südlich des Dorfs.

Der Ort, an dem das Verteilbauwerk entstehen soll: an den Gleisen der Kohlebahn, circa 500 Meter südlich des Dorfs.

Foto: Georg Salzburg (salz)/Georg Salzburg(salz)

In Allrath dürfte der Fokus vor allem auf dem Verteilbauwerk liegen, das bekanntlich 500 Meter südlich des Dorfs auf einem Acker entstehen soll (nördlich der Kohlebahn). Zweck der Station ist es, das Wasser, das vom Rhein bei Dormagen nach Allrath strömen soll, auf die Tagebaue Garzweiler und Hambach aufzuteilen. Die Restlöcher sollen ab 2030 verfüllt werden. Mit dem Bau der Rheinwasser-Transportleitung will RWE ab 2025 „im großen Stil“ beginnen, 2030 soll das Wasser fließen. Als Verteilbauwerk ist ein L-förmiges Objekt geplant, dessen längste Seiten 62 und 49 Meter messen sollen. Darin sollen Pumpen die Wassermassen in die jeweiligen Richtungen fördern.

Kostenpflichtiger Inhalt RWE hatte sich bei einer Infoveranstaltung Anfang Mai hinsichtlich der optischen Gestaltung des Bauwerks offen gezeigt. „Uns ist wichtig, dass der Baukörper nicht aussieht wie eine Lagerhalle, die in der Landschaft steht“, sagt Cathrin Hassels. Vielmehr sollten Klinker zum Einsatz kommen, auch Glas ist im Gespräch – für Transparenz, „um zeigen zu können, was in dem Verteilbauwerk passiert“, wie die Vorsitzende von „Allrath aktiv“ sagt.

Im Mai hatten RWE-Planer nur eine grobe Skizze für das Verteilbauwerk vorgelegt. Diesen Donnerstag soll es laut Hassels „Visualisierungen mit mehr Details“ geben. Der Vorstand der Dorfgemeinschaft wird die Veranstaltung begleiten. Der „Gallery Walk“ soll wetterunabhängig stattfinden können, bei Regen wollen die Allrather in die Grillhütte ausweichen. Bisher sind die Wetterprognosen für Donnerstag gut: Sonne und Wolken bei 20 Grad.