Grevenbroich: Friday for Future inSchulprojekten

Umweltmarkt in Grevenbroich : Nachwuchs engagiert sich mit Umweltprojekten

Zum fünften Mal in Folge fand der Tag der Umwelt statt. Schüler präsentierten ihre in AGs und Projekten entwickelten Ideen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Jüngste Teilnehmer waren die Besucher des Waldkindergartens.

Von Valeska von Dolega

Die Gesellschaft ist im Aufbruch, die Forderungen nach nachhaltigen Klimaschutzprojekten werden immer lauter – und was macht der Nachwuchs? Er findet sich am Grevenbroicher Tag der Umwelt auf dem Marktplatz zusammen. Zum fünften Mal seit 2015 hat Marion Rudolf vom Schulnetzwerk dieses Treffen organisiert. „Angefangen hatten wir mal mit drei Schulen, diesmal waren es acht.“

Mit dabei waren natürlich Schüler des Pascal-Gymnasiums. „Bei uns ist jeder Tag ein friday for future’“, erklärt Schulleiter Manfred Schauf über das grundsätzliche Konzept der UNESCO-Projektschule. Diese Auszeichnung erhielt das Pascal 2011: „Bildung und Nachhaltigkeit sind in unsere Lehrpläne implementiert.“ Wo immer es geht, erfolgt die Weitergabe. „Vielfältigste Möglichkeiten“, erklärt Physik- und Englischlehrer Schauf, gebe es beispielsweise in den von ihm gelehrten Fächern, Stichwort Stromerzeugung oder Wasserstoffantrieb. Und natürlich gibt es AGs zu Imkerei, Fair Trade Handel und neuerdings auch Grünflächenpatenschaften.

Ähnlich sind Natur und Umwelt alltägliche Themen an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Marion Kschammer gibt dort Bio- und Gesellschaftskunde. Müllvermeidung, Recycling oder Artenschutz sind regelmäßig besprochene Aspekte. Die von ihr geleitete Umwelt-AG wurde vor fünf Jahren gegründet.

 Aber nicht nur Besucher von weiterführenden Schulen trugen dem interessierten Marktpublikum ihre Ideen zur Nachhaltigkeit vor. Auch die Jüngsten waren dabei. In Bananenkostüme gehüllt, erklärten Niclas und Antonia (beide 10) von der katholischen Grundschule St. Martin, warum sie nur fair gehandelte Produkte kaufen. „Weil die Menschen, die die Sachen machen, sonst nicht das Geld bekommen, das ihnen zusteht.“ „Wenn ich mit meiner Mutter einkaufen gehe, achten wir immer auf fair Gehandeltes“, führte Niclas aus – was seine Mutter Verena Schilk bestätigte. „Das ist sogar bei Süßigkeiten so.“ „Außerdem entwickeln wir gerade ein schuleigenes Fair-Trade-Logo“, ergänzte Antonia.

Geschenke gab es auch, in Form von kleinen Gespenstern, die Lea (9), Tobias (7) und Lilia (8).von der GGS Hemmerden-Kapellen verteilten „Bei Nässe kann man sie in die Erde werfen, und dann löst sich alles auf, und später wächst was Schönes“, lautete die narrensichere Gebrauchsanleitung ihrer sogenannten Samenbomben. „Auch Essensreste wie eine Möhre haben einen Vegetationspunkt“, erklärte Lea Grundzüge des von den Grundschülern entwickelten Recycling-Projekts „Regrow your Veggies (“lass dein Gemüse nachwachsen“). Mit strahlenden Gesichtern pflanzten die Kinder zu Demonstrationszwecken in der Erde: „Das macht total Spaß hier im Matsch“, sagten sie. Wie Erzieher Patrick Hammann bestätigte, „lieben“ die Kinder diese Art von praxisnahmer Ausbildung mit Aha- und Spaß-Effekt

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