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Grevenbroich: Frauen-Union vermittelt Brieffreunde an Senioren

Aktion in Altenheimen gestartet : Frauen-Union vermittelt Brieffreunde an Senioren

Wegen Corona vereinsamen zurzeit viele Senioren in Altenheimen. Um diese Situation zu lindern, will die Frauen-Union jetzt Brieffreundschaften vermitteln. Mehrere Seniorenzentren im Stadtgebiet machen mit.

Die Frauen-Union der CDU hat jetzt eine neue Aktion gestartet. In Zusammenarbeit mit fünf Altenheimen im Stadtgebiet möchte sie Brieffreundschaften vermitteln. Ziel ist es, die dort lebenden Senioren mit anderen Grevenbroichern zusammenzubringen. „Vor allem ältere Menschen spüren in dieser Zeit der Pandemie die Einsamkeit“, sagt Vorsitzende Maria Becker. Hier will die Frauen-Union ein wenig Hilfe leisten.

Die Idee stammt maßgeblich von der ehemaligen Bürgermeisterin Ursula Kwasny. „In normalen Zeiten habe ich im Albert-Schweitzer-Haus immer viele Bewohner besucht. Das ist im Moment leider nicht möglich, und das tut mir in der Seele weh“, sagt die Neuratherin. Brieffreundschaften könnten dabei helfen, ein wenig mehr Kontakt nach außen zu schaffen. „Und wer weiß, vielleicht wird daraus ja auch etwas mehr – eine richtige Freundschaft, das wäre schön“, meint Kwasny.

 Christiane Pellico hat eine Art „Steckbrief“ entworfen, in dem die Senioren etwa Angaben zu ihren früheren Wohnorten und Berufen, zu ihrer Lieblingsmusik oder ihren Hobbys machen können. „Diese Zettel sollen ausgefüllt und später wieder eingesammelt werden. Anhand dieser Informationen wollen wir Brieffreunde finden, die in etwa die gleichen Interessen haben“, berichtet die Ratsfrau.

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Die „Steckbriefe“ wurden in den vergangenen Tagen im Lindenhof, im Barbarahaus, im Lindencarré und im Seniorenstift St. Josef abgegeben. Den Anfang machte das Albert-Schweitzer-Haus, wo Leiter Christian Schimmelpfennig die Aktion der Frauen-Union begrüßte und versprach, die „Steckbriefe“ an möglichst alle Bewohner zu verteilen. „Wir sind jetzt gespannt, wie die Idee bei den Senioren ankommen und wie viele Rückläufe es geben wird“, sagt Christiane Pellico. Sie sei sich sicher, dass für jeden, der eine Brieffreundschaft wünsche, ein Partner gefunden werden könne.

Vorbild ist die Aktion „Stift und Papier“, die in Köln gestartet wurde. Dort wurden schon 40.000 Briefe an 450 Altenheime geschrieben.

(wilp)