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Grevenbroich: Fraktionschefs beraten über Verzicht auf Kita-Beiträge

Bürgermeister Krützen: Entlastung für Eltern : Fraktionschefs beraten über den Verzicht auf Kita-Beiträge

Bürgermeister Klaus Krützen spricht von einer „guten Nachricht“ für Eltern. Die Stadt steht aber noch offenen Fragen.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schulen und Kitas bis zum 19. April geschlossen. Diese Landesverordnung führt dazu, dass die weit überwiegende Mehrzahl der Familien die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren muss. Viele Mütter und Väter müssen zudem Einkommenseinbußen verkraften, etwa weil in ihren Betrieben Kurzarbeit gefahren wird.

Vor diesem Hintergrund sei die zwischen dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden getroffene Vereinbarung, auf die Beiträge für Kindertagesstätten, Tagespflege und den Offenen Ganztag an Schulen im Monat April zu verzichten, „eine gute Nachricht“, sagte jetzt Bürgermeister Klaus Krützen. „Dies verschafft den Familien in dieser schwierigen Phase finanzielle Handlungsspielräume.“ Wie der Verwaltungschef betonte, werden für diesen Monat auch keine Essensbeiträge erhoben.

„Wir warten nun den Erlass der Landesregierung zu diesem Thema ab, der kurzfristig im Rathaus eintreffen wird, und werden am Montag mit den Fraktionsvorsitzenden das konkrete Vorgehen besprechen“, betonte Krützen am Freitag. „Wir erhoffen uns von diesem Erlass auch Klarheit zu noch offenen Fragen, beispielsweise hinsichtlich des Haushaltsrechts.“ So gelte es etwa zu klären, wie Grevenbroich als Haushaltsicherungskommune mit einer solchen freiwilligen Leistung umgehen dürfe.

Krützen hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass er eine deutliche Entlastung der Familien bei den Gebühren anstrebt.

(NGZ)