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Grevenbroich: "Fraktions-Team" hat sich gegründet

Politik in Grevenbroich : „Fraktions-Team“ hat sich gegründet

Linke und GGV kooperieren künftig im Grevenbroicher Stadtrat unter einem neuen Namen. Walter Rogel-Obermanns (Linke) und Dirk Heyartz (GGV) bilden das „Fraktions-Team Grevenbroich“.

Die Linken und die neue Wählergemeinschaft „Grevenbroich gemeinsam verändern“ (GGV) bilden künftig eine Fraktionsgemeinschaft im Stadtrat. Darauf haben sich Walter Rogel-Obermanns (Linke) und Dirk Heyartz (GGV) am Freitag geeinigt. Die beiden Ratsmitglieder wollen gemeinsam unter dem Namen „Fraktions-Team Grevenbroich“ auftreten.

Walter Rogel-Obermanns ist Chef der Linken in Grevenbroich. Foto: nn

Der Grund: „Die Linken machen Bundespolitik, die sie auf lokale Ebene herunter brechen, wir sind eine Wählergemeinschaft, die sich ausschließlich um die Kommunalpolitik kümmert“, sagt Heyartz. „Auf diesem Grund haben wir auf die Parteinamen verzichtet und haben uns auf einen neuen Titel geeinigt.“

Dirk Heyartz hat die neue Wählergemeinschaft GGV gegründet. Foto: GGV

GGV hatte bei der Kommunalwahl im September 2,3 Prozent der Stimmen geholt, die Linken lagen bei 1,8 Prozent. Dirk Heyartz könnte mit diesem Mehr an Stimmen den Vorsitz in der Gemeinschaft übernehmen. Tut er aber nicht – denn: „Wir haben uns darauf geeinigt, das Fraktions-Team im ersten Jahr gemeinsam und gleichberechtigt zu führen – so wie das auch die Grünen in Mönchengladbach machen“, sagt Walter Rogel-Obermanns. Ende 2021 wollen beide dann Bilanz ziehen und entscheiden, ob es Sinn macht, den Vorsitz im jährlichen Wechsel zu tauschen.

Die Arbeitsschwerpunkte sollen in der nächsten Woche bei der ersten Fraktionssitzung festgelegt werden. „Es gibt zahlreiche Schnittmengen“, sagt Dirk Heyartz: „Wir wollen uns für Verbesserungen in Schulen und Kindergärten, für Familien, neue Wohngebiete und für Familien einsetzen.“ Einen Knackpunkt gibt es allerdings: die Umgehungsstraße 361n. Die Linken sind gegen die Trasse, GGV ist dafür. „Aber das dürfte kein Problem darstellen“, sagt Walter Rogel-Obermanns.

Erst ab zwei Mitgliedern sind Parteien oder Wählergemeinschaften berechtigt, als Fraktion Anträge zu stellen. Auch fallen mit diesem Status Zuschüsse an, um ein Fraktionsbüro betreiben zu können. Dieses soll zunächst übergangsweise in einer leer stehenden Wohnung in Elsen eingerichtet werden.