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Grevenbroich: Foto-Ausflug ins historische Neukirchen

Kalender ab Dezember erhältlich : Foto-Ausflug ins historische Neukirchen

Ulrich Quack hat mit vielen Unterstützern wieder einen Kalender mit alten, zum Teil noch nicht veröffentlichten Foto-Motiven herausgegeben. Er ist ab Dezember kostenlos erhältlich.

Bereits zum 18. Mal erscheint Anfang Dezember ein Kalender mit historischen Fotografien aus der ehemaligen Gemeinde Neukirchen und den benachbarten Orten. Die 13 Motive zeigen das Leben in den Jahren zwischen 1920 und 1950. „Auf eingien Fotos sieht der Betrachter längst nicht mehr stehende Gebäude, die Erinnerungen wecken. Manche werden auch ihre Vorfahren wiedererkennen“, sagt Ulrich Quack, Initiator und „Erfinder“ des Heimatkalenders.

Auf dem Titelbild und dem November-Blatt ist diesmal das Neukirchener Tambourkorps zu sehen, das seit vielen Jahrzehnten bei unterschiedlichen Anlässen eine wichtige Rolle im Dorf spielt. Ein Bild stammt sogar aus der Gründungszeit der 1921 aus der Taufe gehobenen „Rheinklänge“.

Auf den Rückseiten der Kalenderblätter sind erläuternde Texte zu finden, die Ulrich Quack recherchiert hat – mit Unterstützung des Heimatkundlers Hans-Jürgen Kruppa, der sich schon bei seiner früheren Tätigkeit im Kreisarchiv Zons mit historischen Dokumenten beschäftigte. Die Fotos wurden einmal mehr von privaten Sammlern zur Verfügung gestellt. Etwa eine Postkarte aus Langwaden, die das Kloster und die ehemals gegenüber liegende Schankwirtschaft von Johann Freyenberg zeigt.

In Reih und Glied für den Fotografen aufgestellt: Das Tambourkorps „Rheinklänge“ in seinen Gründungsjahren. Foto: Unser Neukirchen

Auch Motive aus der Landwirtschaft wurden in den Kalender aufgenommen – etwa ein alter Ochsenkarren oder ein Luftbild der Nesselrod’schen Gutsverwaltung. Erstmals sind auch gemalte Bilder zu sehen, zum Beispiel ein Aquarell des Künstlers Hans-Georg Lenzen.

Der Kalender wurde erstmals 2004 von Ulrich Quack in Zusammenarbeit mit dem Verein „Unser Neukirchen“ herausgegeben. Seitdem konnte in jedem Jahr eine neue Auflage mit anderen Motiven zusammengestellt werden. Die örtlichen Beteiligten haben wie immer ehrenamtlich mitgewirkt, die Druckkosten tragen örtliche Geschäfte und Dienstleister, so dass der Kalender wieder als Geschenk an die Einwohner verteilt werden kann.

Wie immer wurden auch die regionalen Termine in das Kalendarium aufgenommen. „Bleibt zu hoffen, dass sie im nächsten Jahr stattfinden können“, sagt Ulrich Quack.