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Grevenbroich: Feuerwehr birgt Leiche aus der Erft

Einsatz in Grevenbroich : Grevenbroicher liegt tot in der Erft

Weitere Tote aus dem Rhein geborgen. Handelt es sich um Birgit H.?

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten am Dienstagmorgen gegen 9.35 Uhr an der Gilverather Straße an. Ein Mann lag tot in der Erft - gleich neben der Brücke, die von der Straße zum Gilverather Hof auf der anderen Seite der Erft führt. Mit einer Spezialtrage bargen die Einsatzkräfte den leblosen Körper aus dem Fluss.

Die Identität ist geklärt: Nach Auskunft von Polizeisprecher Hartmut Batz handelt es sich bei dem Toten um einen 52 Jahre alten Grevenbroicher. "Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden", informierte Hartmut Batz gestern Nachmittag über den Stand der Ermittlungen. Weiter äußerten sich die Ordnungshüter zur Ursache noch nicht. Die Ermittlungen würden noch weiterlaufen.

Den Toten entdeckt und die Polizei alarmiert hatte Barbara von Meer vom Gut Gilverather Hof, der als Reiterhof dient. "Ich war gerade morgens dabei, das Wohnzimmer aufzuräumen, als mein Blick durch das Fenster auf etwas in der Erft fiel", schildert die 48-Jährige. Das Wohnhaus liegt direkt an der Erft. Barbara von Meer holte ein Fernglas und sah damit, dass es sich um einen menschlichen Körper handelte. "Er lag regungslos mit dem Bauch im Wasser", berichtet sie. "Ich habe sofort an Birgit Hermann gedacht, die vermisst ist", sagt von Meer.

Doch bei dem Toten in der Erft handelt es sich, wie sich dann schnell herausstellte, um einen Mann. "Er trug eine helle Jacke, eine dunkle Hose sowie einen Rucksack. Als ich morgens die Jalousien in dem Zimmer hochgezogen habe, habe ich ihn noch nicht im Wasser gesehen", berichtet von Meer.

Am vergangenen Samstag, 3. März, war laut Polizei gegen 19.30 Uhr bei Düsseldorf-Himmelgeist eine Frau tot aus dem Rhein geborgen worden. Um wen es sich handelt, steht in diesem Fall noch nicht fest. "Die Tote konnte noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden", erklärte gestern Diane Drawe, Polizeisprecherin in Neuss. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang mit der seit dem 4. Februar vermissten Birgit H. gibt. Eine für heute angesetzte Obduktion soll nähere Erkenntnisse über die Tote bringen. "Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aktuell nicht vor", sagt Diane Drawe.

In den vergangenen Tagen muss sich die Polizei vermehrt mit Leichen im oder an Gewässern in der Region befassen. Am Freitag hatte ein Passant am Rheinufer in Duisburg die Leiche einer Frau entdeckt, die 81-Jährige war seit Tagen in Dormagen vermisst, die Polizei hatte die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden oder eine Straftat hat die Polizei nicht, wie sie nach dem Fund der Leiche meldete.

(wilp, skr)