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Grevenbroich: Fauna-Bericht für L 361n liegt vor

Umstrittene Landstraße : Bericht fasst Untersuchungsergebnisse für L 361n zusammen

Die Niederrhein-Regionalniederlassung von Straßen NRW plant den Neubau der umstrittenen Landstraße 361n. Für die Ortsumgehung von Kapellen hat der Landesbetrieb in den Jahren 2007 und 2020 sogenannte faunistische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Ein nun veröffentlichter Bericht hat die Ergebnisse der beiden Studien zusammengefasst.

Die Bestandsaufnahmen wurden vorgenommen, um mögliche Konflikte mit der Tierwelt im Zusammenhang mit dem Bau und Betrieb der Ortsumgehung zu ermitteln. Dabei wurde von Mitarbeitern des Kölner Büros für Faunistik festgestellt, welche Folgen für die Natur und Umwelt entlang der Trasse am Rand der Erftaue zu erwarten sind.

Wie Elena Färber, Sprecherin von Straßen NRW, mitteilte, sei sowohl 2007 als auch 2020 der Bestand von Vögeln, Fledermäusen und Amphibien ermittelt worden. Separat seien 2020 die Haselmaus-, Reptilien- und Libellen-Populationen untersucht worden. Beim Vergleich der Ergebnisse aus beiden Jahren komme der Bericht zu dem Schluss, dass „keine weitergehenden Vermeidungs-, Verminderungs- oder vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen aus Sicht des Artenschutzes erforderlich sind“.

Untersucht wurde in den Ortsrandlagen von Wevelinghoven und Tüschenbroich sowie in angrenzenden Freiräumen einschließlich der Erftniederung. Festgestellt wurden 54 Vogelarten, die dort brüten oder möglicherweise ihren Brutplatz haben; zudem 21 Arten, die entweder Nahrungsgäste oder Durchzügler sind. Als Brutvögel konnten vom Kölner Büro für Faunistik unter anderem Nachtigallen, Pirole, Waldkäuze und Schleiereulen, aber auch Kleinspechte, Eisvögel, Mäusebussarde, Mehl- und Rauchschwalben ermittelt werden.

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Mit Detektoren und Horchboxen wurde darüber hinaus „Jagd“ auf Fledermäusen gemacht. Da sich einige Arten akustisch nicht voneinander unterscheiden lassen, wird deren Zahl mit acht oder neun beziffert. Als häufigste Art wurde die Zwergfledermaus festgestellt, gefolgt vom Großen Abendsegler und der Wasserfledermaus.

Die streng geschützte Haselmaus ist laut Bericht nicht festgestellt worden, zudem konnte mit der Blindschleiche nur eine Reptilienart nachgewiesen werden. Mit Teich- und Bergmolch, Erdkröte, Gras-, See- und Teichfrosch wurden sechs Amphibienarten ausfindig gemacht.

An der Erft und am Wevelinghovener Entwässerungsgraben konnten darüber hinaus sechs Libellenarten registriert werden, die allerdings nicht gefährdet seien. Gesucht worden sei auch nach der streng geschützten Schmetterlingsart Nachtkerzenschwärmer, die nicht nachgewiesen werden konnte.

(wilp )