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Grevenbroich: Farbspray-Attacke auf neuen Radar-Anhänger in Langwaden

Tempo-Messlanlage der Stadt Grevenbroich muss repariert werden : Farbspray-Attacke auf neuen Radar-Anhänger in Langwaden

Mit Farbspray haben Unbekannte den neuen Radar-Anhänger in Langwaden besprüht und außer Gefecht gesetzt. Die Stadt hat Anzeige erstattet. Die neue Technik wird, wie Dezernent Claus Ropertz betont, keineswegs nur für Tempo-Kontrollen eingesetzt.

Erst im Oktober nahm die Stadt ihren neuen Radar-Anhänger in Betrieb, der zusätzlich zum Radarwagen das Tempo auf den Straßen kontrollieren soll. Nun haben Unbekannte das Hightech- Gefährt außer Gefecht gesetzt. Die mobile Messanlage soll aber schnell wieder einsatzbereit gemacht werden. Am 18. Januar war das in unauffälligem Dunkelgrau gehaltene Fahrzeug in Langwaden an der L 142 in Höhe des Klostergeländes postiert worden.

Am Montag Morgen war die Beschädigung aufgefallen. „Mit Farbspray wurden die Scheiben besprüht“, erklärt Dezernent Claus Ropertz. Hinter dem Glas ist die Mess- und Kameratechnik installiert. Zudem habe jemand „seinem Unmut mit physischer Gewalt Nachdruck verliehen“, sprich auf den Anhänger eingeschlagen. Allerdings ist der Anhänger gewappnet. „Er ist massiv aus Stahl gebaut“, sagt Ropertz. „Franziska hält etwas aus.“ Den Namen gab ihm die Stadt wegen eines Typenschildes im Gerät. Eine der technischen Raffinessen: Im Falle eines Brandes wird automatisch eine Löschpatrone ausgelöst. Allerdings wurde „Franziska“ nach der Attacke, laut Stadt die erste, aus Langwaden abgezogen und wird repariert. So werden die besprühten Scheiben aus verstärktem Glas ausgetauscht. „In zwei Tagen wollen wir den Radaranhänger wieder einsetzen. Durch solche Beschädigungen lassen wir uns nicht davon abhalten, die gefahrene Geschwindigkeit zu kontrollieren“, sagt Ropertz.

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Zudem erfülle die Technik im Anhänger noch eine weitere Aufgabe: Der Radar-Anhänger ist in der Lage, das Verkehrsaufkommen auf einer Straße und das gefahrene Tempo zu messen. Er kann dabei auch unterscheiden, ob gerade ein Pkw oder ein Lkw vorbei fährt.

Wiederholt hatte es in Langwaden Beschwerden über Raser in der Ortsdurchfahrt gegeben. Die sechs Einsatztage an der L 142 in Langwaden offenbaren Überraschendes: Laut Stadt wurden in beiden Richtungen insgesamt 44.200 Fahrzeuge registriert. Dabei wurden 72 Temposünder geblitzt, die überwiegende Zahl in Richtung Wevelinghoven, lediglich zwei in Richtung Hülchrath. „Die Zahlen verdeutlichen, dass die meisten Autofahrer sich dort an Tempo 50 halten, diszipliniert fahren“, sagt Ropertz.

Nach der Farbspray-Attacke hat die Stadt Anzeige erstattet. Wer Verdächtiges beobachtet hat , wird geben, sich bei der Servicestelle des Ordnungsamtes (Telefon 02181 6083299) oder der Polizei zu melden.