Grevenbroich: Fachplaner soll jetzt marode Sportplatz-Gebäude untersuchen

Sportausschuss kritisiert Stadtbetriebe : Fachplaner soll jetzt marode Sportplatz-Gebäude in Grevenbroich untersuchen

Die jetzt von den Stadtbetrieben vorgelegte grobe Kostenschätzung reichte dem Sportausschuss allerdings nicht aus. Er verlangt konkrete Zahlen.

Nachdem Politiker die Gebäude auf elf Grevenbroicher Sportplätzen besucht haben, steht fest: Den größten Sanierungsbedarf gibt es in Neukirchen und Kapellen. Die jetzt von den Stadtbetrieben vorgelegte grobe Kostenschätzung reichte dem Sportausschuss allerdings nicht aus. Er verlangt konkrete Zahlen. Und eine genaue Untersuchung.

Nach der von der Verwaltung vorgelegten Liste müssen mehr als eine Million Euro investiert werden, um die Gebäude auf den Sportanlagen in Schuss zu halten. Ganz oben stehen die Objekte in Neukirchen und Kapellen, für die insgesamt 668.000 Euro aufgewendet werden müssen. Die Stadtbetriebe haben dafür bereits entsprechende Rücklagen geschaffen, signalisierte Dirk Schwarz vom Gebäudemanagement.

Dass die jetzt präsentierten Zahlen nur auf groben Schätzungen beruhen, stieß im Sportausschuss auf deutliche Kritik. Mehr als ein Jahr nach dem Beschluss zum Sportstätten-Check hatte Martina Suermann (Mein Grevenbroich) „mit konkreten Angaben“ gerechnet. „Ich frage mich, wie wir auf dieser Basis Prioritäten festlegen sollen“, sagte sie. Auch Rosemarie Cremer (SPD) waren die von den Stadtbetrieben vorgelegten Kostenschätzungen „zu dürftig“. Beide Politikerinnen forderten, dass bis zum nächsten Sportausschuss am 10. März 2020 „belastbare Zahlen“ vorgelegt werden sollen. Diese soll nach Beschluss des Gremiums ein Fachplaner in den kommenden Monaten ermitteln.

Sportdezernent Michael Heesch befürwortet dieses Verfahren, mit dem eine „ganzheitliche und qualifizierte Kostenschätzung“ erreicht werden könne. Denn so recht traut der Erste Beigeordnete dem Braten nicht. Ein Beispiel: Im Neukirchener Sportplatzgebäude wurden zwar Wasserschäden im Keller festgestellt, doch die erklären noch nicht die Feuchtigkeitsflecken, die im Obergeschoss zu sehen sind. „Da stellt sich doch die Frage, ob das Dach noch in Ordnung ist“, sagt Heesch. Es mache keinen Sinn, die entdeckten Mängel zu beheben, um anschließend festzustellen, dass es noch weitere gibt. „Auf ein solches Abenteuer lasse ich mich nicht ein“, betonte der Dezernent, der zugab, in dieser Sache „schon mehrere Auseinandersetzungen im Verwaltungsvorstand“ gehabt zu haben.

Voraussichtlich im nächsten Jahr will der Ausschuss auch die Turnhallen in der Stadt checken.

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