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Grevenbroich: Experten sollen Blutbuchen am Schloss begutachten

Bäume fällen oder nicht? : Blutbuchen sollen erneut von Experten begutachtet werden

Die Allee-Bäume am Schloss sind von einem Pilz befallen – der Riesenporling setzt den Blutbuchen zu. Baum-Sachverständiger Jürgen Kutscheidt aus Tönisvorst sieht nach Untersuchung der Stammfüße vorerst jedoch keine akute Gefährdung.

Wie steht es wirklich um die Blutbuchen-Allee im Ian-Hamilton-Finlay-Park zwischen Altem Schloss und Alter Feuerwache? Auf diese Frage wird es womöglich bereits in wenigen Wochen eine Antwort geben. Bei der Stadt kommt Bewegung in die Sache, sie wartet auf den Kostenvoranschlag für die Erstellung eines weiteren Gutachtens. Ein Experte soll sich die von einem aggressiven Pilz, dem Riesenporling, befallenen Bäume noch einmal genau ansehen und prüfen, ob eine Fällung zeitnah nötig ist oder die Allee in der bisherigen Form noch eine Zeit lang erhalten werden kann.

Nachdem den Politikern im städtischen Umweltausschuss vor einigen Wochen erklärt worden war, dass die Bäume bereits diesen Herbst gefällt werden müssen und es für sie keine Rettung mehr gebe, wurde der Verkehrsverein um Walter Flöck bereits aktiv und holte sich eine zweite Meinung ein. Der Verein kümmert sich mit um den Finlay-Park. Nur wenige Tage nach der Ausschusssitzung stellte der Baum-Sachverständige Jürgen Kutscheidt aus Tönisvorst nach Untersuchung der Stammfüße fest: „Für einen Buchenbestand sieht das noch sehr gut aus.“ Der Zustand der einzelnen Bäume schwanke zwischen „gesund“ und „kränkelnd“ bis hin zu „kränkelnd-krank“, sagte er. Aber gleich alles fällen? Das scheint aus Sicht des vom Verkehrsverein beauftragten Gutachters vorerst nicht notwendig. „Ich sehe hier keine akute Gefährdung“, sagte Kutscheidt, der dazu riet, die alten Bäume regelmäßig zu bewässern und mit Nährstoffen zu versorgen.

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Das Gutachten des Vereins hat die Stadt Grevenbroich angefragt, das Ergebnis des zweiten Experten könnte – wenn alles glatt laufe – bereits in wenigen Wochen vorliegen, sagt Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen. Sollten die prächtigen Buchen doch gefällt werden müssen, sollten jedoch nicht alle auf einmal der Kettensäge zum Opfer fallen, wie Maaßen betont. Vorgegangen werden soll „blockweise“ – auch um den Charakter der bei vielen Grevenbroichern beliebten Allee zu wahren.

(cka)