Grevenbroich: Ever Jrön-Residenz wird von Patrick Schmitz gestaltet

Schützenfest in Wevelinghoven : Patrick Schmitz gestaltet die Residenz des Königs

Mit seinen spektakulären 3D-Straßenmalereien hat sich Patrick Schmitz einen Namen gemacht. Jetzt gestaltet er die Residenz von Nicole und Jens Brandofsky.

Der Countdown läuft, denn bereits in der Woche vor dem eigentlichen Schützenfest im August haben Nicole und Jens Brandofsky „dickes Programm“. In Wevelinghoven regieren die Beiden als Königspaar im Bürgerschützenverein. Und damit sie das würdevoll tun können, beziehen sie ihre Residenz. Dazu aber müssen sie nicht mit Sack und Pack umziehen, das Haus, in dem die Eheleute leben, wird zu einer sehenswerten Burg umgewandelt: nicht per Betonmischmaschine und aufwendigen Steinaufbau, sondern als so etwas wie eine geniale optische Täuschung per kunstvoller Malerei.

„Und die kann ja nicht nur irgendwie aussehen“, sagt Patrick Schmitz, den meisten Grevenbroichern wegen seiner spektakulären 3D-Straßenmalerein bekannt. Zuletzt allerdings hatte er eine Stromkasten kunstvoll als Wegweiser zum Museum Villa Erckens gestaltet. Jetzt kreiert der Künstler besagte Residenz des Königspaares an der Unterstraße.

Zu sehen sind selbstverständlich ihre Majestäten, die übrigens seit etwa 15 Jahren ein „glücklich verheiratetes Paar“ sind, wie König Jens freudestrahlend berichtet. „Wie ein Comic sieht das Bild aus“, so erzählt er weiter, das nun auf die Residenzfassade gebracht wird. Weitere Motive sind das Alte Rathaus Wevelinghovens, natürlich das Zugwappen des Zuges „Ever Jrön“ sowie die Wevelinghovener Motte. Dabei handelt es sich um kein nachtaktives Insekt, sondern um die vormalige Burg Wevelinghoven, die auch „Motte im Zubend“ genannt wird, weil sie eine abgegangene Turmhügelburg (Motte) auf dem linken Erftufer ist, wie der Bürgerschützenkönig zu erzählen weiß

„Über drei Ecken mit Leuten aus Jens Brandofskys Zug ‚Ever Jrön’ bin ich engagiert worden“, berichtet Patrick Schmitz, wie er nun an die Ausgestaltungsaufgabe gekommen ist. Und er hat jetzt alle Hände voll zu tun. Etwa 17 Meter Breite soll die Residenz messen, gestaltet aus neun einzelnen Platten. „Eigentlich sollte die Motivauswahl eine Überraschung für Jens und Nicole sein“, erinnert sich Schmitz – das Geheimnis ist inzwischen aber gelüftet. „Das wird mega gut“, ist der Schützenkönig aus dem Häuschen. Nach 38 Jahren Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein erfüllte er sich im Juli mit dem 114. Schuss einen Kindheitstraum, aus dem bisherigen Kronprinzen wurde also per Krönung der König. Die passende Unterbringung, Torbogen inklusive für den majestätischen Eingangsbereich, ist selbstverständlich.

Besagte Spanplatten sind präpariert, „Patrick Schmitz kann loslegen“, freuen sich die Beteiligten. Stehend, sitzend und liegend wird er ans malerische Werk gehen, um die Fotovorlagen detailgetreu aufzubringen. Bislang macht er das alles alleine. Aber wird Hilfe benötigt: „Wir sind alle zur Stelle“, verspricht der König volksnah jedwede Unterstützung. „Und falls noch jemand eine kreative Idee für die Residenz hat, möge er sie gerne rechtzeitig mitteilen.“

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