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Grevenbroich: EU-Stippvisite im Braunkohlerevier

Strukturwandel : EU-Stippvisite im Braunkohlerevier

Auf Einladung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke haben zwei hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission den Rhein-Kreis Neuss besucht. Sie wollten sich ein Bild vom bevorstehenden Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlenrevier machen.

Erich Unterwurzacher und Miguel Avila von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung wurden von Kreisdirektor Dirk Brügge im Ständehaus begrüßt. Marcus Temburg, Leiter der Stabsstelle Strukturwandel, gab den zwei Gästen im Anschluss einen Überblick über den Wirtschaftsstandort.

Unterwurzacher und Avila zeigten sich beeindruckt von den Stärken des Kreises. Die Herausforderungen des Strukturwandels erforderten Verständnis und eine passgenaue Strategie, betonten die Gäste. Nur dann könne man gemeinsam mit EU, Bund und Land die entsprechenden Förderungen beschließen. Unterwurzacher bestätigte, dass die Verhandlungen für den EU-Strukturfonds der nächsten Förderperiode in einer wichtigen Phase seien. Er zeigte sich zudem optimistisch, dass die Umstrukturierung der Kohlegebiete zu einem festen Teil der zukünftigen Maßnahmen würden. Alle Beteiligten wollen im Gespräch bleiben und mit dem Landeswirtschaftsministerium auf Zuschüsse aus dem sogenannten EFRE.NRW-Programm hinarbeiten.

Dem Gespräch im Ständehaus folgten ein Blick auf den Tagebau Garzweiler und ein Besuch im Braunkohlekraftwerk Neurath. Dort stellte Gero Vinzelberg, Tagebauplaner bei RWE Power, die Energiesituation dar und die Auswirkungen der beschlossenen Abschaltung von zwei Kraftwerken bis 2022. Im Anschluss besuchte die Gruppe das Unternehmen Norsk Hydro in Grevenbroich. Ingenieur Felix Thievessen führte die Gäste durch die Automobillinie 3. Zum Abschluss des Tages stand die Firma Currenta im Chempark in Dormagen auf dem Plan. Hans-Jörg Preisigke, Leiter Energiepolitik, berichtete dort über erfolgreiche Start-up-Unternehmen.

(NGZ)