Grevenbroich: Entwicklung Jugendpark im Bend

Freizeitanlage für junge Leute in Grevenbroich : Geplanter Jugendpark im Bend kommt nur schrittweise voran

Ein weitläufiges Areal für junge Leute soll der Jugendpark werden. Ein Ort am Rande des Bends, an dem sowohl Kinder als auch Jugendliche gerne ihre Zeit verbringen. Im Oktober 2017 vom Jugendhilfeausschuss beschlossen, bleibt die Freizeitanlage für junge Leute bislang bloße Theorie.

 „Das Thema treibt uns alle positiv um“, sagt Diplom-Sozialarbeiterin Hilde Seuring stellvertretend für die Mitarbeiter aus dem städtischen Fachbereich Jugend. Alles sei im im Fluss, führt sie über die diversen Anträge, Aufgaben und Vorgehensweisen aus, die parallel zueinander und teilweise miteinander verzahnt laufen. „Die wichtigen Gutachten zum Boden- und Schallschutz sind in Bearbeitung“, erklärt sie den aktuellen Stand der Dinge.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres wurde das Gespräch mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zum Projekt gesucht, der auf zu beachtende und im weiteren Vorgehen zu klärende Fragestellungen sowie Auflagen der einzubeziehenden Ämter des Kreises hinwies. Die Untere Bodenschutzbehörde ist für die Entnahme und Auswertung der Bodenproben zuständig und die untere Immissionsschutzbehörde für schalltechnische Untersuchungen und eventuell zu ergreifende Lärmschutzmaßnahmen. Auch die Untere Naturschutzbehörde kommt noch ins Spiel, denn beim Gelände handelt es sich um einen vormaligen, inzwischen nicht mehr genutzten Ascheplatz, der per Nutzungsänderung zum Sport- und Kinderspielplatz deklariert werden muss.

Die Untere Wasserbehörde wird sich zum Thema Hochwasserschutz äußern, und das Gesundheitsamt wird sich rund um die Themen Abwasser und Wasserversorgung äußern. Wobei ein erstes, informelles Begehen der Fläche mit Kollegen des Kreisgesundheitsamtes ergab, dass sowohl Altanschlüsse für Abwasser als auch Zuläufe für eine Frischwasserversorgung aus früheren Jahren vorhanden seien, sie könnten reaktiviert werden.

„Unsere Expertengruppe ist gut vernetzt, jeder bringt seine Gestaltungsideen ein“, beschreibt Hilde Seuring. Der Park könnte etwa mit einer Parkour- oder einer Callisthenicsanlage, mit einem Beachvolleyballfeld, Pavillons und Tischtennisplatten ausgerüstet werden. Was auch immer eines Tages auf dem ehemaligen Ascheplatz an Spiel- und Spaßgeräten aufgestellt werden kann, hängt letztlich entscheidend von den Finanzen ab. „Wir arbeiten an einem Förderantrag, um öffentliche Gelder zu akquirieren, ohne Finanzspritzen wird nichts gehen“, berichtet Hilde Seuring.