Grevenbroich: Grevenbroich – ein seltener Nachname

Grevenbroich: Grevenbroich – ein seltener Nachname

Gestatten: Grevenbroich, Vorname Christian, 24 Jahre alt, Wohnort Oberhausen. So stellt sich der selbständige Werkzeughändler vor, wenn er Geschäftskunden besucht oder etwas auf dem Amt erledigen muss. Meist bekommt er dann diesen Satz zu hören: "Grevenbroich? Das ist doch die Stadt von Horst Schlämmer." – "Richtig", sagt Christian Grevenbroich dann. "Man merkt den Popularitätsschub, den die Stadt durch Hape Kerkelings Kunstfigur bekommen hat", meint er.

Vor der Ära Schlämmer wurde Christian Grevenbroich so gut wie nie auf seinen Nachnamen angesprochen. Es ist ein in Deutschland seltener Nachname. Gerade mal neun Einträge von Privatpersonen finden sich im Telefonbuch. Immer wieder muss der junge Mann erklären, wie man dieses Grevenbroich denn richtig ausspricht. Schlämmer spricht es mit einem langgezogenen "o": Grevenbrooch. Christian Grevenbroichs Nachname spricht sich mit "eu": Grevenbreuch. So weit der Unterschied. Aber hat der Name des jungen Oberhauseners, der in seiner Freizeit begeisterter Fußballer ist, etwas mit der Schlossstadt zu tun? "Nicht dass ich wüsste", sagt Christian Grevenbroich. Dennoch hat er sich schon lange vorgenommen, einen Ausflug in die Stadt, deren Namen er trägt, zu unternehmen.

"Vielleicht kümmere ich mich demnächst mal um berufliche Termine in der Region. Dann bietet sich ein Zwischenstopp an", sagt er. Was ihn dort erwartet, weiß er nicht. Die Stadt ist auf der Landkarte bislang ein blinder Fleck für ihn. "Ich weiß, dass es dort viele Kraftwerke gibt. Aber sonst habe ich mich noch nicht näher mit der Stadt beschäftigt." Kein Problem hat Christian Grevenbroich damit, ständig auf Horst Schlämmer angesprochen zu werden. " Man hört iimmer dieselben Sätze", sagt er. "Aber ich bin ja ein Schlämmer-Fan. Da ist es nicht das Schlechteste, Grevenbroich zu heißen."

(NGZ)