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Grevenbroich: Drei leuchtende Bänke für den Stadtpark

Kunst im Stadtpark Grevenbroich : Diese Bänke stehen bereits in vielen Metropolen

Der Kunstverein übergibt am Freitag drei Objekte des Meerbuscher Lichtdesigners Bernd Spiecker. Was das Besondere an den Bänken ist, die bereits in vielen Metropolen stehen.

Die zwölf Meter hohe Edelstahl-Skulptur „Permanent Lightning“ bekommt Gesellschaft: Am Freitag werden in unmittelbarer Nähe des gewaltigen Kunst-Blitzes drei neue Bänke übergeben – allerdings keine gewöhnlichen. Die Sitzgelegenheiten aus der Werkstatt des Meerbuscher Lichtdesigners Bernd Spiecker werden künftig nicht nur zum Verweilen einladen, sondern auch ein echter Hingucker sein. Denn in den Abendstunden werden sie in weichen, ruhigen Farben erstrahlen.

Angeschafft wurden die Lichtobjekte vom Kunstverein Grevenbroich – als Geschenk für die Stadt und deren Bürger. „Ursprünglich hatten wir vor, die Bänke im Rahmen des Jubiläums ,25 Jahre Landesgartenschau’ an den Bürgermeister zu übergeben“, sagt Vorsitzender Hans-Joachim Onkelbach. Da der Veranstaltungsreigen im Vorjahr jedoch wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, haben sich die Kunstfreunde dazu entschieden, die drei Objekte „außer der Reihe“ aufstellen zu lassen. Am Mittwoch kommt Spiecker nach Grevenbroich, um die mit LED ausgestatteten Bänke im Stadtpark zu installieren.

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„Licht und Farbe stehen in ihrem Zusammenspiel für Emotionen und Kommunikation. Sie eröffnen neue Dimensionen der Wahrnehmung“, sagt der Meerbuscher Künstler. „Ich lade Menschen ein, sich zu begegnen, gemeinsam Platz zu nehmen und sich auszutauschen. Gleichzeitig fordern meine Lichtobjekte dazu auf, die Umgebung in einem ganz neuen Kontext kennenzulernen.“ Das Projekt mit dem Titel „Please have a seat – Bitte nehmen Sie Platz“ kommt an: Mittlerweile sind die leuchtenden Bänke an vielen Orten der Welt zu finden.

„Objekte und Installationen von Bernd Spiecker sind zum Beispiel in den berühmten Descanso Gardens in Los Angeles oder im Financial-District Canary Wharf in London zu finden. Aber auch in anderen Metropolen wie Tokio, Moskau, Istanbul oder Berlin haben seine Lichtobjekte ein Zuhause gefunden.

„Und bald auch in Grevenbroich“, freut sich Hans-Joachim Onkelbach. Geplant ist, die Bänke vorerst in einem warmen Weiß erstrahlen zu lassen. Nur zu besonderen Angelegenheiten sollen sie künftig ihr ganzes Farbspektrum entfalten – zum Beispiel, wenn das Schützenfest in der Innenstadt gefeiert wird. Angst vor Zerstörungen hat der Kunstverein übrigens nicht: „Die von Bernd Spiecker entwickelten Lichtbänke haben uns durch ihre hochwertige Verarbeitung überzeugt“, meint Onkelbach. Zudem ließen sich auch Farbschmierereien abwaschen.

Am 17. September, 19.30 Uhr, werden die Bänke offiziell übergeben. Danach wird der Kunstverein in die Vorbereitungen für seine nächste Aktion übergehen: Er hat mehr als 50 Künstler aus dem Heimatgebiet dazu aufgefordert, eine Arbeit unter dem Landesgartenschau-Motto „Die Erde heilen“ zu entwerfen. Die Kunstwerke sollen im nächsten Jahr im Museum der niederrheinischen Seele gezeigt werden. Die Eröffnung der Ausstellung ist für Anfang Mai vorgesehen.