Strukturwandel im Rheinischen Revier Geplante Digitalparks an Microsoft-Rechenzentren „auf gutem Weg“

Grevenbroich · Noch stehen die geplanten KI-Rechenzentren des US-Softwareriesen Microsoft nicht. Für den Strukturwandel im Rheinischen Revier spielen sie aber schon jetzt eine wichtige Rolle.

 Auf dieser Fläche könnte ein Microsoft-Rechenzentrum entstehen.

Auf dieser Fläche könnte ein Microsoft-Rechenzentrum entstehen.

Foto: Kandzorra, Christian

Der Bau von zwei sogenannten Digitalparks in der Nachbarschaft der geplanten Microsoft-Rechenzentren im Rheinischen Revier ist nach Angaben der Staatskanzlei auf einem „guten Weg“. Mit Unterstützung des Landes arbeiteten die Kommunen daran, die Parks im Rhein-Kreis Neuss sowie im Rhein-Erft-Kreis umzusetzen, teilte die Landesregierung jetzt bei einer Microsoft-Veranstaltung in Bonn mit. „Die entstehenden Digitalparks können die in den Kreisen ansässigen Unternehmen maßgeblich bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle unterstützen“, hieß es.

„Digitalpark“ ist die Bezeichnung für einen Gewerbepark in der Nähe der geplanten Microsoft-Rechenzentren. In den Parks sollen Unternehmen digitale Zukunftstechnologien erproben und anwenden. „Wir wollen die Effekte der Ansiedlung von Microsoft mit KI-Rechenzentren im Rheinischen Revier möglichst weitreichend nutzen. Wir sehen das große Wertschöpfungspotenzial von KI für Nordrhein-Westfalen“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) laut der Mitteilung.

Mit den neuen Digitalparks könnten in beiden Kreisen jeweils bis zu 2500 neue Arbeitsplätze entstehen. Nordrhein-Westfalen baue damit seine Potenziale in Wirtschaft und Forschung weiter aus, um Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. „Das ist ein großer Erfolg im Strukturwandel und bietet für die Menschen vor Ort vielversprechende Perspektiven“, sagte Wüst.

Das US-Softwareunternehmen Microsoft hatte im Februar angekündigt, in den kommenden Jahren drei Rechenzentren für Anwendung im Bereich Künstlicher Intelligenz und Cloud Computing im Rheinischen Revier zu bauen. Sie sollen in Bedburg, Bergheim und einem weiteren, noch nicht veröffentlichen Ort entstehen. Grevenbroich soll – neben Elsdorf – nach wie vor in der engeren Auswahl für den dritten Standort eines Rechenzentrums sein. Die Stadtverwaltung steht bereits seit mehreren Monaten in Gesprächen mit Microsoft.

Dabei geht es um ein 23 Hektar großes Grundstück, das nordwestlich des Industriegebiets Ost liegt – zwischen dem neuen Lidl-Lager und dem Logistiker TNT gegenüber der „Chips-Fabrik“. Per Regionalplan-Änderung ist diese Fläche bereits für den Bau eines Rechenzentrums umgewidmet worden.

„Mit unserer neuen Rechenzentrums-Region im Rheinischen Revier schaffen wir die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Strukturwandel“, sagte Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Damit befinde sich NRW bereits „auf dem richtigen Weg zu einem florierenden KI-Ökosystem“.

(wilp/dpa)
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