Grevenbroich: Die wichtigsten Punkte zur Erdgas-Umstellung

Erhebung beginnt im Juni : Die wichtigsten Punkte zur Erdgas-Umstellung in Grevenbroich

Netzbetreiber NEW beginnt mit Erhebung in Grevenbroich. Verbraucherzentrale gibt Tipps für betroffene Haushalte.

In Grevenbroich beginnt im Juni die Erhebung der Gasgeräte zur Umstellung der Gasversorgung vom sogenannten L-Gas auf H-Gas. Dazu kommen Partnerunternehmen des örtlichen Gasnetzbetreibers NEW zu den Verbrauchern nach Hause, um die vorhandenen Gasgeräte zu sichten. Für die meisten Haushalte fallen durch die Umstellung keine Kosten an, teilt der Versorger mit.

„Auf wenige Haushalte, deren Geräte nicht anpassbar sind, kommen aber Zusatzkosten für die Anschaffung eines Neugeräts zu“, erklärt Sebastian Dreyer, Leiter der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Mönchengladbach. Die wichtigsten Punkte zu der sogenannten Marktraumumstellung hat er zusammengefasst:

Geräte wie Gasthermen, Gasheizkessel, Gasherde und Gaskamine müssen umgerüstet werden. Hauptsächlich werden Düsen getauscht und Regelarmaturen neu eingestellt. Diese Arbeiten beauftragt und bezahlt allein der Netzbetreiber. Verbraucher dürfen hierfür keine Rechnung bekommen. „Ein geringer Anteil der Geräte wird sich allerdings nicht anpassen lassen, sondern muss ersetzt werden. Hierfür können Verbraucher einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro bei ihrem Netzbetreiber beantragen“, sagt Dreyer. Für Heizgeräte, die nicht älter als 25 Jahre sind, ist zudem ein weiterer Zuschuss in Höhe von 100 bis 500 Euro möglich. „Je jünger das bisherige Gerät, desto höher fällt er aus. Welche Anlagen nicht anpassbar sind, teilt der Netzbetreiber nach dem Erhebungstermin mit“, sagt Sebastian Dreyer.

Die Erhebung in Grevenbroich findet von Juni 2019 bis Anfang 2020 statt, die eigentliche Umstellung im Jahr 2021. Auch Haushalte, die sich nach Bekanntgabe des Umstellungstermins freiwillig ein neues Gerät kaufen, das im Rahmen der Umstellung nicht mehr angepasst werden, können laut Verbraucherzentrale 100 Euro erhalten. „Sie können dabei auch auf eine ganz andere Technik umsteigen, zum Beispiel auf einen Pelletkessel“, sagt Dreyer.

Ursache der Umstellung sind rückläufige Fördermengen von Erdgas mit geringerem Energiegehalt (L-Gas) aus den Niederlanden. Dieses wird künftig durch Erdgas mit einem höheren Energiegehalt (H-Gas) ersetzt. Informationen finden Verbraucher bei der NEW unter www.h-gas-kommt.de. Für persönliche Auskünfte ist das Erdgasbüro in Grevenbroich, im Gebäude der GWG an der Nordstraße 36, jeweils von Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet. Montags ist das Büro bis 18 Uhr geöffnet, freitags von 9 bis 12.30 Uhr.

(NGZ)
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