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Grevenbroich: Deutsch-Ritter-Allee im Fokus der Kampfmittel-Experten

Bauarbeiten in Elsen : Deutsch-Ritter-Allee im Fokus der Kampfmittel-Experten

Kommt es nach Orken bald auch in Elsen zu einer Evakuierung wegen eines Bomben-Blindgängers? Die Stadt spricht von Routine-Kontrollen: Es werden Luftbilder ausgewertet.

Nach der Entschärfung eines Bomben-Blindgängers, der seit dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich unter dem Kirmesplatz in Orken gelegen hatte, haben Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung einen Straßenzug in Elsen in den Blick genommen. Bevor die Arbeiten zum Anschluss einer Trinkwasserleitung im Bereich der Deutsch-Ritter-Allee voranschreiten, soll ausgeschlossen werden, dass sich im Erdreich unter der Straße nicht ebenfalls Blindgänger befinden.

Auch weil vor wenigen Jahren einige Meter weiter neben der Esso-Tankstelle an der Rheydter Straße eine Bombe gefunden wurde, fragen sich Anwohner, ob ihnen (wie zuletzt den Orkenern) bald eine Evakuierung droht. Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen erklärte auf Anfrage, dass dort allerdings – anders als in Orken – keine Löcher aufgrund eines konkreten Verdachtspunktes gebohrt werden. Es handele sich lediglich um eine routinemäßige Auswertung von Luftbildern.

Fachleute untersuchen jene Aufnahmen, die in den letzten Monaten des Krieges aus der Luft gemacht wurden und auch die Grevenbroicher Stadtteile zeigen. Sie achten dabei auf Einschlagspunkte, an denen sich durch eine ausgebliebene Detonation kein Bomben-Krater gebildet hat. Solche Punkte gelten als Verdachtspunkte und werden anschließend untersucht – so wie vor einigen Tagen in Orken geschehen.

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„Im Vorfeld einer Baumaßnahme, bei der es zu Eingriffen in das Erdreich kommen soll, ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst präventiv zu beteiligen“, sagt Rathaus-Sprecher Maaßen. Auch deshalb verzögert sich die Baumaßnahme an der Deutsch-Ritter-Allee. Die Stadt geht davon aus, dass die Arbeiten, die auch Auswirkungen auf die Kreuzung an der Rheydter Straße haben, bis Ende Januar 2022 andauern werden. Die Straße soll bis dahin komplett gesperrt bleiben, Anwohner müssen sich weiter gedulden.

Über die Feiertage sollen die Arbeiten zudem ruhen: Nach dem 10. Januar sollen letzte Gruben verfüllt und die Oberfläche wiederhergestellt werden. Die dann noch notwendigen Abschlussarbeiten sollen unter Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses erfolgen.

(cka)