Grevenbroich: Demo-Fackelzug durch die Erftaue

Protest gegen geplante Umgehungsstraße : Demo-Fackelzug durch die Erftaue

Am Freitag Abend wird sich ein Fackelzug auf einen 2,4 Kilometer langen Weg von Kapellen durch die Erftaue machen. Die Teilnehmer werden gegen die geplante Umgehungsstraße demonstrieren. Initiator der Aktion ist das Bündnis gegen die L 361n.

Die Vorbereitungen hat Rolf Behrens vom Bund für Umwelt- und Naturschutz getroffen. „500 Pechfackeln liegen vorsorglich bereit“, sagt der Grevenbroicher. Behrens selbst rechnet mit rund 300 Teilnehmern, die hat er auch bei der Polizei angemeldet. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr auf dem Kirmesplatz an der Talstraße. Dort wird Dirk Schimanski von der Initiative „Nein zur L 361n“ auf einem Podium eine kurze Einführung ins Demo-Thema geben.

Das Bündnis wendet sich bekanntlich gegen den Lückenschluss der L 361 zwischen Wevelinghoven und Kapellen, es favorisiert die sogenannte Westtangente. „Sie ist die bessere Lösung“, sagt Rolf Behrens. „Sie ermöglicht zum Beispiel eine vernünftige Anbindung von Neu-Kapellen an die Stadt. Zudem würde sie auch eine Verkehrsentlastung für den Ort Hemmerden bringen.“ Der Lkw-Durchgangsverkehr müsse die Autobahnen 46 und 540 nutzen – „dafür sind sie schließlich auch gebaut worden“.

Gegen 17.45 Uhr wird sich der Fackelzug in Bewegung setzen. Begleitet von Polizeifahrzeugen, zieht er über die Talstraße in Richtung Wevelinghoven und weiter in die Erftaue. „Dort werden wir mit Hilfe von Knick-Lichtern darstellen, wie hoch die Brücke sein wird, über die die L 361n verlaufen soll“, schildert Behrens. „Sechs Meter hoch – ein Riesen-Trümmer.“

Nach etwa einer Stunde soll der Demonstrationszug beendet werden. Für das Löschen der Pechfackeln werden Bottiche mit Wasser bereit stehen. Die nächste Aktion hat das Bündnis bereits in Planung: In diesem Winter soll eine Informationsveranstaltung stattfinden, in der die L 361n-Gegner ihre Position noch einmal deutlich herausstellen wollen. Ein Termin steht aber noch nicht fest, sagt Rolf Behrens.

Zum Bündnis gehören der Bund für Umwelt- und Naturschutz, die Initiativen „Rettet die Erftaue“ und „Nein zur L 361n“ sowie die Stadtverbände von Grünen und Linken.

(wilp)
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