Grevenbroich: China informiert sich im Pascal-Gymnasium

Ministerial-Vertreter in Grevenbroich : China informiert sich im „Pascal“

Sechs Vertreter aus zwei Ministerien erkundigten sich über Nachhaltigkeits-Projekte.

Hoher Besuch im Pascal-Gymnasium: Eine sechsköpfige Delegation der Ministerien für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Volksrepublik China fand sich am Donnerstag am Sodbach ein. Zweieinhalb Stunden lang informierten sich die Gäste aus dem „Reich der Mitte“ über die Nachhaltigkeits-Projekte der Schule. „Das war für uns eine ganz besondere Ehre“, sagt Leiter Manfred Schauf.

Die Delegation ist zurzeit auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung in Deutschland unterwegs, auch um Ideen für die Umwelt-Bildung an ihren Schulen zu sammeln. Gesucht wurde dafür auch so etwas wie eine Vorzeige-Penne – und da gehörte das als Unesco-Projektschule firmierende Pascal-Gymnasium zur ersten Wahl. Unter der Leitung von Juliane Kreth-Böttner stellten Schüler und Lehrer am Nachmittag die unterschiedlichsten Aktivitäten und Unterrichtsstoffe vor.

So nahmen die Gäste aus China etwa in der Cafeteria Platz, wo sie das „Klima-Frühstück“ genossen, das insbesondere den Fünftklässlern serviert wird. „Bei diesen Speisen achten wir nicht nur darauf, dass sie gesund sind. Auch Regionalität, Saisonalität und Verpackung spielen dabei eine große Rolle“, sagt Kreth-Böttner. Warum das so wichtig ist, wird anschließend im Unterricht thematisiert. Auch die Imker-Ag, die ihren eigenen Honig produziert, und der Schul-Garten, in dem die Jugendlichen unter anderem Kartoffeln und Möhren ernten, trafen auf das besondere Interesse der chinesischen Gäste.

Ebenso waren es die Müllsammel-Aktionen der Schüler und das international aufgestellte „Climate Action“-Projekt, in dessen Rahmen die jungen Leute unter anderem lernen, wie sie sich mit gewaltfreien Klimaschutz-Aktionen am besten Gehör verschaffen können. Weltweit sind 250 Unesco-Schulen an diesem Projekt beteiligt, das „Pascal“ zählt zu den 26 Teilnehmern aus der Bundesrepublik. „Die Gäste waren sehr interessiert, da das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung noch nicht zu den Schwerpunkten in China zählt“, schildert Juliane Kreth-Böttner.

„Und sie stellten viele Fragen, etwa wie Schüler interessiert oder wie die Themen mit dem Unterricht verzahnt werden können.“ Die Antworten fielen Schülern und Lehrern des Gymnasiums nicht schwer. Schließlich wurden die ersten Schritte in Sachen Nachhaltigkeit schon 2007 unternehmen. „Wir können auf reichlich Erfahrung zurückblicken“, sagt Manfred Schauf.

(wilp)
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