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Grevenbroich: Chefarzt Günter Noé leitet jetzt internationale Gesellschaft

Grevenbroicher in Südafrika gewählt : Chefarzt Noé leitet jetzt internationale Gesellschaft

Als erster Deutscher ist der Chefarzt der Frauenklinik am St. Elisabeth-Krankenhaus, Privatdozent Günter Noé, jetzt in Kapstadt (Südafrika) zum Vizepräsidenten der Internationale Gesellschaft für Gynäkologische Endoskopie (ISGE) gewählt worden.

Damit wird er in den nächsten sechs Jahren an leitender Position ehrenamtlich arbeiten. Denn gemäß den Statuten des Fachverbandes wird der Grevenbroicher Arzt 2021 dem US-Amerikaner Paya Resad Pasic in das Amt des Präsidenten folgen. Dann steht Noé einer internationalen Gesellschaft von hochqualifizierten Fachärzten vor, der weltweit etwa 1150 zahlende Mitglieder und weitere 3000 sogenannte assoziierte Mitglieder angehören. Neue Aufgaben kommen auch auf seinen Kollegen Michael Anapolski zu, Leitender Oberarzt der Dormagener Klinik für Frauenheilkunde. Er wurde bei der Konferenz in Kapstadt neu in den Beirat der ISGE gewählt. Dort kann er kann sein wissenschaftliches Knowhow wie auch seine didaktische Erfahrung einbringen.

Das Kreiskrankenhaus Dormagen, einer der beiden Standorte der Rhein-Kreis Neuss Kliniken, ist seit 2013 Ausbildungszentrum der AGE (Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Endoskopie) und veranstaltet bereits seit 2010 Kurse für fortgeschrittene Ärzte. Daher ist der Erfahrungsschatz der Dormagener Fachleute sehr wertvoll für die ISGE.

Die ISGE wurde 1989 von Pionieren der Endoskopie gegründet und ist eine von insgesamt drei großen Fachgesellschaften für endoskopische Operationen in der Frauenheilkunde. Was sie von anderen Fachgesellschaften unterscheidet, ist ihr besonderes Engagement in weniger entwickelten Regionen der Erde. Dort fördert sie Sicherheit und Kompetenz in der gynäkologischen Endoskopie durch Ausbildung.

So hat die Internationale Gesellschaft für Gynäkologische Endoskopiein bereits mehrere Trainingszentren für gynäkologische Operateure etabliert und ist bestrebt, dies vor allem auf dem afrikanischen Kontinent und in den Ländern Südamerikas weiter voranzutreiben.

(NGZ)