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Grevenbroich: CDU rechnet mit Zuschuss des Landes für Schüler-Tablets

Bildung in Grevenbroich : CDU will weitere Landesmittel für Schüler-Tablets nutzen

Das Land NRW investiert 380 Millionen Euro in die Digitalisierung der Bildung. Davon könnte auch Grevenbroich profitieren. Die Vernetzung von Schule, Lehrern und Schülern dürfe nicht daran scheitern, dass ein Kind keinen PC zu Hause hat.

Das Land NRW investiert 380 Millionen Euro in die digitale Bildung. Insgesamt 260 Millionen sollen in eine flächendeckende Ausstattung mit Laptops und Tablets fließen, davon sollen vor allem Lehrer und bedürftige Schüler profitieren. „Konkret heißt das: Es wird keine Situation mehr geben, dass ein Kind zu Hause nicht lernen kann, weil die Eltern keinen Computer haben“, sagte die Landtagsabgeordnete Heike Troles (CDU) am Mittwoch. Zuvor hatte sie Schuldezernent Michael Heesch über die in Düsseldorf gestartete Offensive informiert.

Von den in Aussicht gestellten weiteren Fördermitteln müsse auch Grevenbroich profitieren, damit die Schulen weiter mit Hardware ausgestattet werden können, meint CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser. Nach dem Medienentwicklungsplan der Stadt soll ein Tablet- oder Laptop-Computer für jeweils fünf Schüler zur Verfügung gestellt werden. Die SPD hatte in dieser Woche eine Eins-zu-Eins-Ausstattung gefordert – danach soll jeder Jugendliche einer weiterführenden Schule mit einem iPad ausgerüstet werden.

„Die SPD dreht sich damit nicht zum ersten Mal wie ein Fähnchen im Wind“, kritisiert Kaiser, der den Antrag der Sozialdemokarten als „unüberlegt und unausgereift“ bezeichnet. Denn der Haushaltssicherungskommune sei es nicht möglich, die damit verbundenen Kosten von geschätzten 1,4 Millionen Euro aus eigener Kraft zu stemmen. „Es sei denn, dass dieses Projekt zu Lasten anderer Vorhaben geht – etwa im Sportbereich“, sagt der CDU-Chef. Und eine Beteiligung der Eltern, wie sie von der SPD angeregt wurde, wolle die Union nicht, macht Wolfgang Kaiser deutlich.

Würden die Investitionen mit Landeszuschüssen gestemmt, wäre das der richtige Weg, meint er. Heike Troles befürwortet das: „Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig die Digitalisierung für die Bildung geworden ist. Bildungschancen dürfen nicht am fehlenden iPad scheitern.“