Nachhaltigkeit beim Einkauf in Grevenbroich Alles, was einen Stecker hat, gibt es jetzt auch im Caritas Kaufhaus

Grevenbroich · Neuerdings gibt es an der Bergheimer Straße 54 nicht bloß aus zweiter Hand Textilien, Bücher, Spiele und Hausrat in Form von Glas und Porzellan. Jetzt sind im Caritas-Kaufhaus auch Elektro-Geräte zu haben.

 Sven van der Ploeg (l.) mit Einrichtungsleiter Dieter Busch an der Kontrollstelle für Elektro-Geräte.

Sven van der Ploeg (l.) mit Einrichtungsleiter Dieter Busch an der Kontrollstelle für Elektro-Geräte.

Foto: Dieter Staniek

Möglich macht das Angebot eine Kooperation mit dem Volksverein Mönchengladbach. „Eine gemeinnützige Gesellschaft gegen Arbeitslosigkeit, die prima zu uns passt“, wie Caritas-Einrichtungsleiter Dieter Busch sagt. Vor allem ist der Kooperationspartner eine Einrichtung, die über das technische Know how sowie Befugnisse verfügt, die alten Gerätschaften eingehend auf Sicherheit zu überprüfen. „Dabei gelten die Standards der Unfallverhütungsvorschrift“, erklärt Busch die entsprechende gesetzliche Maßnahme.

Sicherheit also steht an erster Stelle, und die beginnt bereits nach der Annahme von Toaster, Lampe, Fön und ähnlichem mit einer sogenannten Erstprüfung im Caritas-Kaufhaus. „Sie wissen nie, was sich hinter den Geräten verbirgt“, sagt der Einrichtungsleiter über den Zustand der abgegebenen Ware. Und weil anfangs beim Technik-Check von Staubsauger und Co. „reihenweise die Sicherung rausknallte“, ist inzwischen für die Mitarbeiter – Langzeitarbeitslose, die über diese Maßnahmen den Weg zurück in den Arbeitsalltag finden wollen – eine professionelle Prüfstation eingerichtet worden. Von der antistatischen Fußmatte über das isolierte Werkzeug bis hin zum separaten Stromkasten ist alles für den Erst-Check eingerichtet.

Menschen sinnstiftend zu beschäftigen, ist ein Aspekt dieser Angebotserweiterung. Ebenso wichtig ist die Idee der Nachhaltigkeit. Statt im Müll landen besagte Geräte nach bestandener Überprüfung in einem neuen Haushalt. „Die Preise sind gering. Wir sind noch in der Findungungsphase, was die Dinge kosten dürfen.“ Wie bei der Bekleidung wird sukzessive eine Preisliste entwickelt. Allerdings ist das Caritas-Kaufhaus damit keine Abladestelle für Elektroschrott. „Drucker, Computer, Faxgeräte oder Telefone sowie Router nehmen wir grundsätzlich nicht“, betont Busch. Gleiches gilt für Geschirrspüler, Kühlschränke, Gefrier-Kombis, Waschmaschinen und Herde, die älter als fünf Jahre sind. Denn was Sondermüll ist, soll an entsprechender Stelle als solcher entsorgt werden.