Grevenbroich: "Café Extrablatt" eröffnet im Frühjahr 2019 am Marktplatz

Neueröffnung in Grevenbroich : „Café Extrablatt“ zieht an den Marktplatz

Zu Beginn der Außengastronomie-Saison 2019 soll Eröffnung gefeiert werden. Bis dahin werden die Rathaus-Arkaden komplett umgebaut. Drei Ladenlokale werden zusammengefasst, die Arbeiten starten voraussichtlich im Oktober.

Die Verträge sind unterzeichnet, alles ist unter Dach und Fach: Zum Beginn der Freiluft-Saison 2019 wird das „Café Extrablatt“ in die Rathaus-Arkaden einziehen. Bürgermeister Klaus Krützen verspricht sich von diesem gastronomischen Angebot eine enorme Aufwertung des Grevenbroicher Marktplatzes. „Seit Jahren bemühen wir uns darum, diesen Café-Betrieb in unsere Stadt zu holen“, sagt der Verwaltungschef. „Ich bin froh darüber, dass es nun endlich geklappt hat.“ Und ein bisschen stolz darauf sei er auch.

Nach den Plänen der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) – sie ist Eigentümerin der Rathaus-Arkaden – soll voraussichtlich im Oktober mit dem Umbau begonnen werden. „Die drei mittlerweile geräumten Ladenlokale werden zusammengefasst, dafür müssen mehrere Trennwände herausgenommen werden“, schildert SEG-Geschäftsführerin Monika Stirken-Hohmann eine der wichtigsten Aufgaben, die in der kalten Jahreszeit erledigt werden müssen. Zwischen dem Haus Portz und der Ratsstube soll bis zum nächsten Frühjahr eine neue, etwa 320 Quadratmeter große Gastronomie-Ebene entstehen.

Die für die Rathaus-Arkaden anstehenden Umbaukosten beziffert SEG-Prokurist Wilfried Wißdorf mit 1,7 Millionen bis 1,8 Millionen Euro – „wobei der Anteil des Mieters größer ist als der der Eigentümergesellschaft“, sagt er. Der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft habe aktuell dem Konzept zugestimmt, damit könne das Projekt in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden. „Im Inneren werden künftig rund 200 Sitzplätze zur Verfügung stehen“, berichtet Klaus Krützen. Für ihn ebenso wichtig: Auf dem Marktplatz soll eine große Außengastronomie entstehen, die je nach Wetterlage und Bedarf erweitert werden kann. Die Genehmigung dafür hat sich die Stadt bereits bei der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul eingeholt, die Eigentümerin des Geländes ist.

Hinter „Café Extrablatt“ steht ein Systemgastronomie-Unternehmen mit Sitz in Emsdetten, das 1988 von den Brüdern Richard und Christoph Wefers gegründet wurde und auf Expansionskurs ist. Mehr als 80 Betriebe, die im Franchise-System betrieben werden, gibt es mittlerweile in der Bundesrepublik. Das Café bietet eine ganztägige Küche sowie Kaffeespezialitäten, Weine, Spirituosen, Cocktails und regionale Biere. „Das ist ein Angebot, das viele Geschmäcker ansprechen dürfte“, sagt Klaus Krützen. Vor allem das jüngere Publikum wünsche sich eine solche Gastronomie in Grevenbroich – „das weiß ich aus vielen Gesprächen, die ich mit jungen Leuten geführt habe“, sagt der Bürgermeister. Mit den Eigentümern von Café Extrablatt ist eine Mietlaufzeit von 15 Jahren vereinbart worden – „in dieser Zeit muss sich die Investition der Stadtentwicklungsgesellschaft rechnen“, sagt Monika Stirken Hohmann. Darüber hinaus gibt es für die Mieter die Option, nach anderthalb Jahrzehnten insgesamt drei Mal jeweils fünf Jahre ihren Mietvertrag verlängern zu können.

Wie Krützen geht auch sie davon aus, dass mit der neuen Gastronomie mehr Leben auf dem Marktplatz einkehren wird. „Und letztlich wird sie auch dafür sorgen, dass mehr Besucher in die Innenstadt kommen“, meint Stirken-Hohmann.

Die Überlegungen, das Herz der Innenstadt neu zu beleben, sind mit „Café Extrablatt“ noch nicht abgeschlossen. „Es gibt noch mehr Potenzial“, meint der Bürgermeister. Das Alte Rathaus oder das Bürgerbüro könnten möglicherweise auch genutzt werden, um den Marktplatz attraktiver zu gestalten. „Das sind aber nur Überlegungen“, sagt Klaus Krützen. „Also Zukunftsmusik.“

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