Grevenbroich: Burger-Spezialist aus Orken kocht beim perfekten Dinner

Teilnehmer aus Grevenbroich : Burger-Spezialist kocht beim „Perfekten Dinner“

Mit dem Grillen kennt er sich aus. Das hat Manfred Höhne oft genug mit den „Rauchmeistern“ bewiesen, die auf den Grevenbroicher Feierabendmärkten mit ihren Burger-Kreationen für Aufsehen sorgten.

Dass er auch in der heimischen Küche durchaus zu gebrauchen ist, wird der 28-Jährige am Montag einem Millionen-Publikum beweisen. Der Orkener gehört zur „Düsseldorfer Gruppe“, die sich beim TV-Dauerbrenner „Das perfekte Dinner“ (Vox) eine fünftägige Küchenschlacht liefern wird. Um 19 Uhr geht’s los.

Die Dreharbeiten wurden bereits im November abgeschlossen. Wie er abgeschnitten hat, darf Höhne allerdings nicht verraten – denn: „Das muss selbstverständlich bis Freitag kommender Woche geheim bleiben, die Zuschauer sollen’s ja spannend haben.“ Der Orkener tritt übrigens als Küchen-Laie an. Denn hat er den Kochberuf nicht erlernt, sondern ist ausgebildete Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Dass Höhne mit seinem Foodtruck bereits gastronomische Erfahrungen sammelte, zählt nicht.

In seinem Haus wird am Montag alles beginnen, dort trifft die kochbegeisterte Gruppe zum ersten Mal aufeinander. „Als mir mitgeteilt wurde, dass ich anfangen sollte, habe ich erst einmal einen Schrecken bekommen. Warum ausgerechnet ich?“, schildert Höhne. Im Nachhinein habe sich das aber als Glücksfall erwiesen – denn: „Wer mitten in der Woche kocht, ändert seine Pläne und stellt die Gerichte auf den Geschmack der Konkurrenten ab. Ich konnte mein Ding durchziehen.“

Manfred Höhne wird seinen Mitbewerbern als Vorspeise ein Rucola-Baguette mit Blaubeeren vom Grill servieren. Als Hauptgang wird es Spareribs mit Rosmarin-Pommes und Bacon-Rosenkohl geben – „beides ist meiner Meinung nach perfekt gelungen, alles war auf den Punkt gebracht“, sagt der 28-Jährige. Zum Dessert wird er Schokokuchen mit flüssigem Kern, gegrillten Pfirsich und Vanilleeis kredenzen. Zwar hat er versucht, das Eis selbst zu machen, doch: „Das ist bei einem Test vor dem Dreh voll in die Hose gegangen“, gibt Höhne zu. „Es schmeckte grauenhaft.“ Er entschied sich für ein Produkt aus dem Supermarkt. Ob das Punktabzug geben wird?

Die Stimmung in der fünfköpfigen Gruppe sei toll gewesen: „Wir haben eine Mega-Truppe gehabt, die sich super verstanden hat“, berichtet der Orkener. „Nach dem letzten Dreh sind wir gemeinsam noch etwas Trinken gegangen und haben uns gegenseitig verraten, wer wen wie benotet hat.“ Bis auf einen würden sich die übrigen vier Teilnehmer immer noch regelmäßig treffen, um gemeinsam Essen zu gehen. „Da sind richtige Freundschaften entstanden“, freut sich Manfred Höhne.

Den „Rauchmeistern“ hat der Orkener mittlerweile Ade gesagt und sich mit einem Café in einem Willicher Gartencenter selbstständig gemacht. „Das läuft super, da bleibt keine Zeit mehr für den Foodtruck übrig“, schildert Höhne. So richtig Abschied von seinen Burgern will der 28-Jährige aber dann doch nicht nehmen. Im Sommer wird er sein Café um eine Küche erweitern, in der regionales Rindfleisch auf den Grill kommt. Und: „Schon im April werde ich eine Grillschule eröffnen, um anderen Leute die Kunst des Grillens beizubringen.“ Wiljo Piel