Grevenbroich: Bundesköniginnentag 2021 in Gindorf

Bundesköniginnentag 2021 in Gindorf : Bruderschaft plant junges Großereignis

Die Gindorfer Schützen stecken mitten in den Vorbereitungen für den Bundesköniginnentag, der 2021 gefeiert wird. Der Schirmherr steht fest: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart wird den Job übernehmen – aus gutem Grund.

Obwohl das Großereignis erst in etwas mehr als zwei Jahren ins Haus steht, sind die Gindorfer Sebastianer schon fleißig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Im Mai oder Juni 2021 – der genaue Termin steht noch nicht fest – werden die Schützenbrüder anlässlich ihres 350-jährigen Bestehens den Bundesköniginnentag ausrichten. Zwischen 3500 und 4000 Gäste werden dann im Dorf erwartet. „Eine Veranstaltung hat es in dieser Form noch nicht in Grevenbroich gegeben“, sagt Brudermeister Robert Hoppe. Das verpflichtet. Klar, dass die Gindorfer nun alles daran setzen, dass dieses Frühlings-Wochenende zu einem Erfolg wird.

Das Bruderschafts-Jubiläum war ein Anlass zur Bewerbung um den Bundesköniginnentag, der Strukturwandel ein anderer. „Auf die damit in unserer Region einhergehenden einschneidenden Veränderungen wollen wir im Rahmen des Festes hinweisen und signalisieren, dass wir bereit sind, für unsere Heimat einzutreten“, sagt Hoppe. Begeistert ist der Brudermeister darüber, dass Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, soeben seine Zusage gegeben hat, die Schirmherrschaft über den Bundesköniginnentag in Gindorf zu übernehmen. „Für mich ist das ein Highlight“, sagt der Schützen-Chef – „und die beste Gelegenheit, um wichtige Netzwerke zu knüpfen“.

Demnächst werden die Sebastianer groß in die Werbung für 2021 einsteigen. Sie wollen der Festveranstaltung buchstäblich ein Gesicht verleihen – ein möglichst junges, das künftig auf Plakaten, Broschüren oder Werbebannern zu sehen ist. „Eine Gruppe junger Schützenfrauen hat sich bereit erklärt, dabei mitzuwirken“, sagt Robert Hoppe. Ein erstes Foto haben die jungen Frauen mit ihren Freunden bereits aus Spaß an der Freud unterm Schützenbaum an der Wassermühle machen lassen, in Kürze soll es ein professionelles Foto-Shooting geben.

Noch steht nicht fest, mit welchem Festabzeichen die Sebastianer zu „ihrem“ Bundesköniginnentag aufwarten werden. „Wir haben einen Ideen-Wettbewerb gestartet, der auf erfreulich große Resonanz gestoßen ist“, berichtet der Brudermeister. „Von einer Skizze, die auf dem Papier einer Zelt-Tischdecke gemalt wurde, bis hin zum professionell am Rechner erstellten Signet ist alles dabei.“ Die Entwürfe sind auf der eigens für den Bundesköniginnentag erstellten Homepage (www.bkt2021.de) zu sehen. „Über diese Seite wollen wir uns auch ein Meinungsbild einholen“, sagt Robert Hoppe. Ziel der St. Sebastianus-Bruderschaft ist es, möglichst bis zum Jahresende den ersten Rohentwurf für das Festabzeichen präsentieren zu können.

Bis dass die ersten Gäste anrollen werden, gibt es noch eine Menge zu tun. Aktuell wurden rund 25 Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den wichtigsten Themen rund um den Bundesköniginnentag beschäftigen werden. Wo wird geparkt, wo steht die Ehrentribüne, wie sieht der Zugweg aus, welche Speisen und Getränke werden wo angeboten, wer sorgt die Sicherheit, wer für die Betreuung der vielen Gäste? Das sind nur einige von vielen Fragen, die für einen reibungslosen Ablauf hundertprozentig geklärt werden müssen.

Das zweitägige Großereignis wird samstags starten, mit einem Bürgermeister-Empfang, dem Großen Zapfenstreich und einem anschließenden Festabend, der möglichst ein Highlight bieten soll. Der Sonntag beginnt mit einem Freiluft-Gottesdienst auf der ehemaligen Ladestraße am Bahnhof, mit Chorgesang und instrumentaler Begleitung. Anschließend setzt sich der rund 2,5 Kilometer lange Festzug mit hunderten von Königspaaren und 25 Musikkapellen in Bewegung.

Dass die Gindorfer hinter dem Bundesköniginnentag stehen, freut Robert Hoppe. „Es gibt ein positives Echo im Ort, das Dorf steht der Veranstaltung offen gegenüber“, sagt er. „Das ist schon die halbe Miete.“ Und den Rest werden die Schützenbrüder schon schaffen.

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