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Grevenbroich: Bürgermeister Klaus Krützen bewirbt sich bei RWE um neues Kraftwerk

Gespräch mit Lars Kulik : Krützen bewirbt sich bei RWE um neues Kraftwerk

Gemeinsam mit dem Technischen Beigeordneten Florian Herpel hat Bürgermeister Klaus Krützen einen Termin in der RWE-Zentrale in Essen vereinbart. Beide wollen im Mai bei Power-Vorstand Lars Kulik dafür werben, dass das geplante Wärmespeicher-Kraftwerk seinen Standort in Grevenbroich bekommen soll.

„Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn der Konzern diese Investition in unserer Stadt tätigen würde“, sagt Krützen. „Das wäre ein starkes Signal für die Zukunft der Region.“ Grevenbroich sei ein etablierter Kraftwerksstandort, der alle Voraussetzungen für dieses Pilotprojekt mit sich bringe. „Infrastruktur, Flächen und die Akzeptanz in der Bevölkerung sind vorhanden“, sagt der Bürgermeister. „Nennenswerte planungs- und baurechtliche Hindernisse sehe ich ebenfalls nicht.“

Der Energie-Konzern hatte im März angekündigt, im Rheinischen Revier ein Wärmespeicher-Kraftwerk zu bauen. Als mögliche Standorte für diese gemeinsame Planung von RWE Power, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Fachhochschule Aachen kommen die Braunkohlekraftwerke in Neurath oder Niederaußem in Betracht. Sie verfügen bereits über einen Netzanschluss und die notwendige Infrastruktur, wie Turbinen, Generatoren, Transformatoren und Kühltürme. Anfang der 2020er Jahre könnte mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Eine Standortentscheidung sei bislang noch nicht getroffen worden, teilte Sprecher Guido Steffen mit.

Auch Bergheim hat sich um das Pilotprojekt beworben. Die Kommune sieht sich in der Favoritenrolle, denn am Standort Niederaußem befindet sich schon das Forschungszentrum von RWE. Dort wird untersucht, wie Strom aus erneuerbaren Quellen gespeichert werden kann.

(wilp)