Grevenbroich: Boule-Turnier auf dem Mehrgenerationenplatz in der Südstadt

Auf dem Mehrgenerationenplatz : Südstädter und Gäste tragen Boule-Turnier aus

Insgesamt 14 Boulespieler und solche, die es werden wollen, trafen sich am Wochenende bei schönem Wetter auf dem Mehrgenerationenplatz an der Friedrich Ebert-Straße. Eingeladen hatte der Förderverein der Südstadt.

Ein handgemaltes Hinweisschild wies den Weg zu diesem Ort mit eigenem Charme: Unter hohen Bäumen stehen Bänke, in der Mitte warfen routinierte Boulespieler und Gäste entspannt ihre silbernen Kugeln. Und nebenbei gab es einen Kaffeeklatsch mit Selbstgebackenem und Kuchen. Entspannung ist laut Frank Müller, zweiter Vorsitzender des Vereins, ein gemeinsames Ziel. Der Südstädter saß auf einer Bank und schaute zu. Professionell wirkte Bernhard Oberbach mit Hut und geringeltem Poloshirt ging er leicht in die Hocke und warf beim Aufrichten seine Kugel, so dass die Kugel der gegnerischen Mannschaft touchiert wurde und seine näher ans „Schweinchen“ rückte.

ls es ihm ein zweites Mal gelingt, steht es schon 6:1. Doch die Mannschaft von Dagmar Reschke aus Neuenhausen holt auf, so dass es schließlich 6:3 steht. Schnell sind auch die Neuzugänge integriert. Britta Ilgenstein (49) hat mir ihrem Mann und den Kindern David (19) und Lisa (17) viele Jahre in Frankreich gelebt und noch immer ein Faible für die französische Lebensart, weshalb sie, längst wieder in Kapellen ansässig, in der Südstadt gerne mitspielt. „Boule ist einfach herrlich. Es entspannt – und über das Werfen der Kugel kommt man ins Gespräch“, meint Ulrike Oberbach. Das habe schon Dichter Marcel Pagnol gewusst, der feststellte: „Wo Boule gespielt wird, entsteht ein Dorf“. Auch wenn es die Südstadt schon länger als die rund um den Mehrgenerationenplatz erst jüngst entstandene Boule-Bahn gibt, mag da etwas Wahres dran sein.

Die Aktiven kümmern sich um die von ihnen gestaltete Oase. Nebenan wohnt Guido Schmidt. Er hat mitgeholfen, den Platz anzulegen, schließt morgens auf, behält alles „im Auge“. Rund um den Platz stehen neu gesetzte Bäume, deren Baumscheiben gepflegt werden wollen, eine Wildblumenwiese wurde gesät – biologisch und bienenfreundlich, lautet die Devise. Und zeitnah soll ein Gartenhaus aufgestellt werden.

Wer mitmachen oder sich einfach treffen will, zum Boule, zum Gärtnern oder zum Plaudern kann am Donnerstag um 16.30 Uhr vorbeikommen. Einer der Aktiven ist dann ganz bestimmt da.

(uwr)
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