Grevenbroich: Bomben-Sondierung auf der A540 geht schneller voran

Grevenbroich : Bombensuche geht schneller voran

Stadtverwaltung rechnet am Dienstag oder Mittwoch mit einem Ergebnis der Sondierungen.

Die Suche nach möglichen Bomben unter der Fahrbahn der Autobahn 540 kommt schneller voran als noch in der vergangenen Woche geplant. „Mit einem Ergebnis ist nach derzeitigen Schätzungen bereits im Laufe des Dienstags oder Mittwochs zu rechnen“, sagt Stadtsprecher Stephan Renner. Sollte sich der Verdacht auf Kampfmittel bestätigen, wäre voraussichtlich noch am selben Tag mit einer Entschärfung zu rechnen.

In der Vorwoche hatte eine vom Landesbetrieb Straßen beauftragte Firma im Bereich der Bombenverdachtspunkte einen Teil des etwa acht Meter hohen Damms abgetragen, auf dem die Autobahn 540 liegt. Seit Montag sind die eigentlichen Sondierungsarbeiten nun wieder im Gange. Sie werden von einem Spezialunternehmen durchgeführt, die vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf beauftragt wurde.

Für eine eventuelle Bombenentschärfung werden insgesamt zwei Sicherheitsradien festgelegt. Im ersten müssen Gebäude evakuiert werden, im zweiten gilt luftschutzmäßiges Verhalten. „Eine Evakuierung bedeutet, dass Gebäude und Gefahrenbereich für die Zeit der Entschärfung verlassen werden müssen“, sagt Renner. Luftschutzmäßiges Verhalten heißt: Während der Entschärfung dürfen sich die Bewohner zwar in ihren Gebäuden aufhalten, aber nur in den Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. „Außerdem sollte man sich nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten“, sagt Stephan Renner. Die Feuerwehr wird für den Fall der Fälle entsprechende Warndurchsagen im betroffenen Gebiet machen.

„Erst am Tag der Entschärfung kann festgelegt werden, wie groß die jeweiligen Radien gefasst werden müssen“, sagt der Rathaussprecher. „Das hängt wesentlich von der Frage ab, ob und wenn ja was vor Ort gefunden wird.“ Für eine fortlaufende Information der Bevölkerung ist ab Dienstag, 8 Uhr, für die betroffenen Bürger eine Informations-Hotline unter der Nummer 02181 608333 geschaltet. Sollte es zu einer Evakuierung kommen, können nicht gehfähige Personen dort auch entsprechende Liegendtransporte durch das Deutsche Rote Kreuz anmelden. Aktuelle Informationen gibt es auch über die Internetseite www.grevenbroich.de oder über facebook.com/grevenbroich.

Im Rahmen der laufenden Sanierung der Autobahn 540 waren alte Luftbildaufnahmen ausgewertet und zwei sogenannte Verdachtspunkte ausgemacht worden, an denen sich Bomben oder andere Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnten.

(ngz)