1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Biologe Oliver Tillmanns bietet naturkundliche Exkursionen

Exkursionen in Grevenbroich : Biologe gibt Einblick in einzigartige Naturwelt

Der Grevenbroicher Oliver Tillmanns zeigt den Teilnehmern bei seinen Exkursionen seltene Tiere – auch solche, die in der Schlossstadt leben. Zu seinen Zielen zählen die Erftaue, der Bend und die Nordeifel.

Auch vor der eigenen Haustür gibt es viel zu entdecken. Diese Devise trifft zu – insbesondere dann, wenn es um die Tierwelt in Grevenbroich geht. Der studierte Biologe und Umweltgutachter Oliver Tillmanns entführt bei seinen naturkundlichen Exkursionen in Lebensräume auch seltener Tiere, die in Grevenbroich heimisch sind.

 Der Grevenbroicher Biologe Oliver Tillmanns (42) mit seiner Hündin.
Der Grevenbroicher Biologe Oliver Tillmanns (42) mit seiner Hündin. Foto: Kandzorra, Christian

Eines seiner Ziele: die Kapellener Erftaue, ein in seinen Augen „einzigartiges Kulturlandschaftsrelikt“, das es zu schützen gilt. „Dort gibt es eine schöne Verzahnung von Wiesen, Weiden und Gehölzlebensräumen“, sagt der 42-Jährige. Heimisch ist dort unter anderem der Pirol, ein auffälliger, schwarz-gelber Vogel. Und: Vögel wie Baumfalken oder Nachtigallen. Die nächste kostenfreie Exkursion in die Erftaue findet statt am Sonntag, 5. Mai.

 Eine Besonderheit in der Kapellener Erftaue: Dort ist der Steinkauz heimisch. Er ernährt sich von Käfern.
Eine Besonderheit in der Kapellener Erftaue: Dort ist der Steinkauz heimisch. Er ernährt sich von Käfern. Foto: Tillmanns, Oliver

Sieben bis achtmal pro Jahr bietet der Grevenbroicher Exkursionen im Stadtgebiet und der Umgebung an. „Ich möchte für die Natur begeistern“, sagt Tillmanns, der sich seit seiner Jugend für den Naturschutz stark macht. Im Laufe der Jahre hat er sich ein umfangreiches Wissen angeeignet. Mit seinem geschulten Ohr gelingt es ihm beispielsweise, Vogelstimmen genau der richtigen Art zuzuordnen.

 Detailaufnahme eines Perlmutterfalters. Die Schmetterlinge leben in der Eifel.
Detailaufnahme eines Perlmutterfalters. Die Schmetterlinge leben in der Eifel. Foto: Tillmanns, Oliver
  • Der Biologe Oliver Tillmanns bietet auch
    „Expeditionen“ vor der Haustür : Auf der Suche nach seltenen Vogelarten in Grevenbroich
  • Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt
    Corona im Rhein-Kreis Neuss : Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt aktuell bei 63,3
  • Ein Rotfuchs auf einer Wiese schaut
    Ehemalige Schliefanlage in Grevenbroich : Klub wehrt sich gegen Peta-Vorwürfe

Sein Wissen möchte er bei einer Exkursion der Volkshochschule durch Stadtpark und Bend am Sonntag, 7. April, mit anderen teilen. „Eine Besonderheit im Bend ist die Mäusebussardbrut“, sagt Tillmanns. Auch andere Vögel wie Rotkehlchen, Amseln, Meisen oder Mittelspechte – Verwandte des Buntspechts – sollen im Grevenbroicher Grün zu hören und mit etwas Glück auch zu sehen sein. Anmelden müssten sich Interessierte über die VHS Grevenbroich.

 Der Gesang der Rotkehlchen ist in vielen Gärten zu hören.
Der Gesang der Rotkehlchen ist in vielen Gärten zu hören. Foto: Tillmanns, Oliver

Eine Tagesexkursion am 19. Mai organisiert der Biologe hingegen privat. Er führt an diesem Tag in die „Magerrasen und Moore“ der Nordeifel, also auf prächtig blühende Blumenwiesen, in denen beispielsweise Schmetterlinge leben, die in Grevenbroich bereits als ausgestorben gelten. Oliver Tillmanns geht in der Nordeifel auch auf Orchideenarten ein, die auf den Wiesen dort blühen. „Treffpunkt ist an der Stadtparkinsel, von dort aus geht es dann mit Privatwagen in die Eifel“, kündigt er an. Gleichzeitig verweist er auf einen weiteren Termin, der interessant sein dürfte für diejenigen, die nicht auf die drei demnächst anstehenden Exkursionen warten möchten: Für nächste Woche Donnerstag, 21. März, 18 Uhr, ist im Umweltzentrum Schneckenhaus ein einstündiger Vortrag geplant. Dabei will Tillmanns einen Vorgeschmack auf das Exkursionsprogramm 2019 geben. Der Naturfreund zeigt eine Auswahl der in und um Grevenbroich vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, stellt ihre Lebensräume und Ökologie vor.