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Grevenbroich: Beschädigtes Wegekreuz in Hülchrath ist wieder komplett

Bürger-Engagement in Grevenbroich : Beschädigtes Wegekreuz in Hülchrath ist wieder komplett

Im vergangenen Sommer war das Wegekreuz „Op de Bleesch“ am Ortsrand von Hülchrath – Richtung Mühlrath – beschädigt worden, Unbekannte hatten den Bronzekorpus gestohlen. Nun gibt es eine gute Nachricht: Das Wegekreuz ist wieder vollständig. Dafür sorgten die Dorfgemeinschaft Hülchrath sowie Steinmetzmeister Robert Beerscht aus Münchrath.

Nach dem Diebstahl der Christusfigur „dachten Vorsitzender Albert Stromann und ich sofort: Da muss wieder ein Korpus ans Kreuz“, erklärt Paul Steins, stellvertretender Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Nach einem ersten Angebot wären rund 2000 Euro an Kosten angefallen. Die Dorfgemeinschaft befragte die Hülchrather nach ihrer Meinung. Das Ergebnis war eindeutig: 90 Prozent waren für die Wiederherstellung. Als gewünschtes Material für den Korpus lag in der Umfrage Stein knapp vor Bronze, „doch ein Korpus aus Stein wäre nur mit sehr großem Fertigungsrisiko machbar gewesen“, sagt Steins, die Kosten wären hoch gewesen.

Die nun gefundene Lösung fällt deutlich preiswerter aus. Steinmetzmeister Beerscht stellte eine 40 Zentimeter hohe Christusfigur aus Bronze zur Verfügung – und noch mehr. „Als wir das Steinkreuz zum Abbau anpackten, stellten wir fest, dass es schon einmal geflickt worden war. Teile brachen ab“, schildert Steins. Wiederum half Robert Beerscht, der ein passendes Kreuz-Oberteil in seinem Fundus hatte. Nun setzte er das Wegekreuz an der K 33 instand. Die Kosten für die Wiederherstellung belaufen sich laut Paul Steins auf circa 400 Euro.

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Künstler Beerscht arbeitet jetzt an einem weiteren Projekt der Dorfgemeinschaft. Er fertigt für die Kirche St. Sebastianus ein neues Giebelkreuz aus Basalt. Im Sommer soll es fertig sein. Das alte ist noch auf Fotos aus den 50er Jahren zu sehen, war später herabgestürzt. Die Dorfgemeinschaft plant nun ein neues Kreuz. „9000 der rund 10.500 Euro Kosten haben wir zusammen, auch dank größerer Unterstützung durch die Kirchengemeinde“, sagt Steins.