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Grevenbroich: Bäckerei-Verkäuferinnen gehen als Kassenbons

Originelle Idee aus Grevenbroich : Bäckerei-Fachverkäuferinnen gehen als Kassenbons

Wohin mit den ganzen Kassenbons, die die Kunden nicht wollen? Die Mitarbeiterinnen der Bäckerei Büsch hatten da eine Idee und machten daraus ein Karnevalskostüm.

Wohin mit den ganzen Kassenbons, die die Kunden nicht wollen? Die fröhlichen Mitarbeiterinnen der Bäckerei Büsch im Edeka-Center Rath hatten da eine Idee: Sie sammelten die weggeworfenen Kassenbons und schufen daraus ein originelles, „klimaneutrales Karnevals-Kostüm, das an Altweiber seine Premiere feierte“, wie Büsch-Sprecherin Sigrid Baum berichtet. „Kassenbons will doch keiner, diese Vorschrift ist nur Unsinn“, so die einhellige Meinung der Verkäuferinnen.

Die sogenannte Bonpflicht ist seit dem 1. Januar 2020 bindend. Geschäftsleute aus Grevenbroich beschweren sich über die großen Mengen an Bons, die im Abfall landen. Bei einer Umfrage unserer Redaktion hatte etwa Ines Seifert, Filialleiterin der Landbäckerei Stinges, unlängst berichtet, dass seit dem Jahreswechsel in ihrem Geschäft zwei Bonrollen am Tag verbraucht werden. Zuvor seien es zwei Rollen im Monat gewesen. Mindestens jeder zweite Kunde lasse seinen Bon in der Bäckerei liegen. Täglich müsse ein 50-Liter-Müllsack voll mit Belegen entsorgt werden.

Das selbe Problem hat auch Henrik Herter von der Bäckerei Herter in Orken: „Unter der Woche werfen wir einen Eimer pro Tag mit Kassenbons weg, am Freitag und am Wochenende ist es nochmal mehr“, sagte er.

(wilp)